Und eine weiteres Update aus dem Eisspeicher-Versuchslabor, nachdem die Temperatur nachts auf -8°C fiel, der Verdichter wieder "ausstieg" (mehrere Stunden lang nur Startabbrüche) und die Temperatur im Haus abfiel: - Ich habe über Nacht den Verdichter über Parameter deaktiviert, ohne aber den Estrichbetrieb zu aktivieren. D.h. Heizkurve, Integral, etc. blieben bestehen. Das Integral baute sich aber schneller und sauberer auf; der Heizstab übernahm ohne Unterbrechung den Nachtbetrieb und konnte den Temperaturverlust im Haus einigermaßen begrenzen (über 90 kWh in gut 10 Stunden, allerdings bei einem großen Haus mit über 400 m2). Gegenüber dem Estrichbetrieb erscheint mir dies als die sinnvollere Lösung, da man nur einen Parameter ändern muss und die Anlage geregelt bleibt. - Morgens dann wieder die Wärmepumpe in Betrieb genommen. Über Nacht konnte sich der Eisspeicher durch die Wärme im Erdreich etwas erholen und auch die Solarabsorber kommen bei Außentemperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt teilweise zum Einsatz. Ihre Funktion ist allerdings nach wie vor durch eine Schicht mit gefrorenem Schnee beeinträchtigt. Mit einer besseren Programmierung der Anlage - zumindest optional Zuschaltung des Heizstabs, wenn die Primärtemperatur einen bestimmten Schwellenwert unterschreitet, um so das vorzeitige Abschalten des Verdichters zu minimieren - hätte sich dieses ganze Hin und Her zumindest minimieren lassen. Interessant ist, das sich die neuen Eisspeichersets von der alten Version in relevanten Punkten unterscheiden: 3 statt 2 Eisspeicher, Energiezaun statt Dachelemente. Viessmann hat also erkannt, dass die alten Anlagen ihre nominelle Kapazität (abgedeckte Heizlast) in kritischen Wetterphasen nicht erreichten. Dass (negative) Erfahrungen wie in unserem Fall in Produktverbesserungen einfließen, ist sicherlich zu begrüßen. Dass Viessmann aber Besitzer von Altanlagen mit einer offensichtlich ungeeigneten Anlagenprogrammierung alleine lässt, ist eine andere Sache.
... Mehr anzeigen