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Vitovent 400-W: Teilvereisung & Kondensatprobleme bei Extremfrost – Suche konkrete Parameter / Lösungsansätze

Hallo zusammen,

 

ich betreibe eine Vitovent 400-W in einem KfW-40+ Einfamilienhaus und möchte ein Verhalten schildern, das aus meiner Sicht kein Defekt, sondern ein Grenzbetriebsproblem ist – für das ich gerne konkrete Einstellparameter oder empfohlene Lösungsstrategien hätte.

 

 

Anlagen- und Betriebsdaten

 

 

  • Vitovent 400-W

  • Volumenstrom normal: ca. 175 m³/h

  • ECO bei Abwesenheit: ca. 75 m³/h

  • Technikraum beheizt (22–23 °C)

  • Filter neu, Gerät und Kanäle sauber

  • Kondensatablauf sichtbar und funktionierend (Siphon, kein Frost, kein Stau)

  • Raumtemperatur Soll Lüftung: 23°C

 

 

 

Messwerte bei Extremfrost

 

 

  • Außenluft: −13 °C

  • Innenraum: ca. 21–22 °C, ~40 % r. F. (langzeitgeloggt)

  • Fortluft: +3,0 .. 4,5 °C

  • Vorheizregister: aktiv, 50-60% manchmal / selten 100%

  • Lüfter: beidseitig ca. 1770 U/min (balanciert)

 

 

 

Beobachtung

 

 

  • Der Wärmetauscher zeigt bei diesen Bedingungen partielle Vereisung.

  • Im Fortluft-/Kondensatbereich waren leichte, oberflächliche Schimmelspuren sichtbar (nachvollziehbar gereinigt).

  • Keine Auffälligkeiten im Zuluftbereich, keine Gerüche, keine Komfortprobleme.

 

 

 

Technische Einordnung (meine Analyse)

 

Die Fortlufttemperatur von ~ 3,0 .. 4,5 °C liegt bei diesen Bedingungen sehr nahe am Taupunkt der Abluft.

Damit läuft der Wärmetauscher bei Extremfrost im Kondensations-Grenzbereich:

 

  • hohe Kondensatmenge

  • lokale Unterkühlung einzelner Lamellen

  • partielle Vereisung

  • wiederholtes Antauen → Feuchtefilme

 

 

Das erklärt aus meiner Sicht die Beobachtungen, obwohl:

 

  • die Innenluftfeuchte moderat ist,

  • der Volumenstrom nicht hoch ist,

  • das Kondensat korrekt abläuft.

 

 

 

Ziel

 

Nicht „maximale Effizienz um jeden Preis“, sondern ein

hygienisch trockener Betrieb bei Extremfrost, z. B. mit:

 

  • etwas höherer Fortlufttemperatur (≥ 6 °C),

  • weniger Feuchtefilm,

  • weniger Vereisung.

 

 

 

Meine konkrete Frage an die Community / Viessmann

 

Welche konkreten Einstellmöglichkeiten auf Service-Ebene gibt es bei der Vitovent 400-W, um den Frostbetrieb robuster zu machen?

 

Insbesondere interessieren mich:

 

  • exakte Parameter für das Vorheizregister

     

    • Einschaltpunkt (Außenlufttemperatur) früher setzen?

    • Leistungsfreigabe / Begrenzung (z. B. > 50 %) >> höhere Leistung + früher einschalten?

    • Mindesttemperatur der Außenluft vor dem Wärmetauscher

     

  • bekannte empfohlene Frostschutz-Strategien (z. B. andere Regelprioritäten als reine Eisfreiheit)

  • alternative, von Viessmann empfohlene Maßnahmen bei solchen Extrembedingungen

 

 

Mir geht es ausdrücklich nicht um einen Garantiefall, sondern um eine saubere, technisch begründete Parametrierung für seltene, aber reale Frostsituationen.

 

Ich freue mich über konkrete Einstellhinweise, Erfahrungswerte oder offizielle Empfehlungen.

 

Vielen Dank vorab

und viele Grüße

1 AKZEPTIERTE LÖSUNG

Akzeptierte Lösungen

Mein Gedanke nach der Hausseite war, ob es eventuell die Hauptwindrichtung ist und dementsprechend die Fortluft an die Hauswand gedrückt wird. Ich selber hatte bei mir damals die Fort- und Außenluft über Dach geführt. Ist natürlich jetzt sicher keine Option mehr. Eine andere Idee habe ich leider auch nicht für dich. Gern ekannst du mich hier auf dem Laufenden halten, je nachdem wie du dich am Ende entschieden hast und gerne auch, was das langrifstige Ergebnis betrifft.

 

Viele Grüße
Flo


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11 ANTWORTEN 11

Hallo CAlt,

 

bitte teil mir die Seriennummer deiner Anlage mit.

 

Viele Grüße
Flo


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Hallo Flo,

 

Ausseneinheit:  7721262104528124

 

In Kurzform: bei längeren Kälte Perioden (< -5°C Aussen, über zB >5 Tage, wie 2025/26 passiert) friert mir der Wärmetauscher partiell ein. Die Fortluft liegt dann zwischen 1,5° - 4°C etwa, Kondenswasserablauf ist frei (funktioniert). Raumtemperatur innen ist 22-24° etwa, Luftstrom dauerhaft bei 175m3/h KfW40+ Haus,

 

- Ich habe auch den Parameter C1A1 (C-Ebene 1) von 0 auf 1 gesetzt testweise (zentrale Heizung / Wärmerückgewinnung) -> ist das ok / sinnvoll?

- Mir geht es primär um die Frage, ob ich das Heiz-Register in der Vitovent per Einstellung/Parameter früher / stärker aktiveren kann, damit der Wärmetauscher nicht einfriert. 

 

 

Danke vorab!

 

Viele Grüße

 

Christoph

Das ist die Nummer der Vitocal. Ich benötige die vom Vitovent.

 

Viele Grüße
Flo


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Hallo Flo,

 

Danke für die schnell Antwort, hier ist die der Vitovent: 7372260101709100

 

Viele Grüße


Christoph 

 

Danke, falls die Außentemperatur für mehr als 5 Min. unter –1,5 °C sinkt, schaltet sich das werkseitig eingebaute elektrische Vorheizregister ein. Als zusätzliches Einschaltkriterium wird der Druck auf der Abluftseite überwacht. Die Leistung des werkseitig eingebauten elektrischen Vorheizregisters wird so geregelt, dass die Außenlufttemperatur 0 °C erreicht. Das bedeutet, dass hier bewusst ein leichtes Vereisen des Wärmetauschers stattfindet. 

 

Falls die jeweilige Außenlufttemperatur bei max. Heizleistung nicht erreicht wird, reduziert sich zum Schutz des Wärmetauschers zusätzlich der Zuluftvolumenstrom. Dies aber nur, wenn kein zusätzliches elektrisches Vorheizregister vorhanden ist. 

 

Diese Funktion lässt sich nicht ändern.

 

Viele Grüße
Flo


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Hallo Flo,

 

vielen Dank, dann weiss ich jetzt die Ein/Ausschalt Parameter und das die Teil-Vereisung ok/gewollt ist und kann damit umgehen.

 

Noch eine Frage zu Parameter C1A1 (C-Ebene 1) von 0 auf 1 setzen: ist das Ok? Für was ist der Parameter C1A1 - aus den Manuals / Internet kann ich leider nicht wirklich eine sinnvoll Erklärung dafür ableiten und auch nicht ob der Wert 1 oder 0 sein soll bzw. was das genau bedeutet ?

 

Das wäre sehr nett, auch hier die kurze Erklärung zu bekommen.

 

Wir haben nämlich ein großes Problem mit der Abluft, siehe Bild im Anhang. Das Zehnder Fortluft-Gitter hat nach unten weisende Lamellen, und durch die Strömung gibt es Luftwirbel, die die Fortluft an die Fassade drücken, was innerhalb weniger Monate zu diesen unschönen Flecken führt. Mir wurde vom Fachbetrieb mitgeteilt, dass sein "ganz normal" - ich finde es aber nicht ganz normal, dass meine Fassade an der Stelle kaputt geht und 3-4 im Jahr Schimmel und Flecken entfernt werden müssen.

 

Ich werde versuchen mit einem Deflektor Blech die Strömung etwas umzulenken, das kann man mit CFD relativ gut simulieren und es könnte helfen, ohne echten Eingriff in die Mechanik. 

Gibt es hierzu Erfahrungswerte?

 

Auch deshalb bin ich auf der Suche nach Lösungen und Änderungen an der Lüftungsanlage. 

 

Vielen Dank!

 

VG

Christoph

IMG_9749.jpeg
IMG_9752.jpeg

Der Parameter C1A1 hat keine Auswirkung auf den Vitovent 300-W. Wie kamst du überhaupt darauf diesen zu versstellen?

 

Es wird keinen Parameter geben, der bei deinem System verhindert, dass sich Kondensat an der Hauswand bildet. Auf welcher Hausseite ist denn das Fortluftgitter?

 

Viele Grüße
Flo


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C1A1 - wie kam ich drauf? Weil die Beschreibung darauf hindeutet, dass "1" hier zum System passt (zentrale W-Rückgew. / Lüftung) und aus "ein wenig Verzweiflung", das komplette Thema betreffend. Ich dachte, mit dem Parameter "weiß" die Vitocal das sie berücksichtigen soll, dass mehr kalte Luft von aussen, temporär mehr Heizleistung erfordern kann. Siehe zB auch hier im Forum. Ist wieder auf "0" gestellt.

Das Fortluftgitter ist auf der Ostseite. Wir haben massiv Probleme mit der Fassade (rote und schwarze Flecken, bereits Spuren vom vorsichtigen Putzen am Fassadenputz, die Fachfirma sagt "das sei normal, kann man nur wegputzen" - als Ingenieur suche ich mir deshalb lieber selbst eine bessere Lösung als nur Putzen oder mit der TGA dort zu "streiten". Aber ich habe leider wenig/keine Erfahrungswerte dazu, kann das Schadprofil/Ursache nicht komplett einschätzen.

Plan A: unten angebrachtes kleines Deflektor-Blech dąs den Rück-Wirbel dämpft oder ganz verhindert. (CFD Analyse in Arbeit)

Plan B: neue, teure Fortlufthaube mit Strahlrichtung

Plan C: falls eine bessere Lösung exisitert / Tipp , bin ich sehr dankbar ....

 

Viele Grüße & Danke für die bisherigen Infos 

Christoph 

Mein Gedanke nach der Hausseite war, ob es eventuell die Hauptwindrichtung ist und dementsprechend die Fortluft an die Hauswand gedrückt wird. Ich selber hatte bei mir damals die Fort- und Außenluft über Dach geführt. Ist natürlich jetzt sicher keine Option mehr. Eine andere Idee habe ich leider auch nicht für dich. Gern ekannst du mich hier auf dem Laufenden halten, je nachdem wie du dich am Ende entschieden hast und gerne auch, was das langrifstige Ergebnis betrifft.

 

Viele Grüße
Flo


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Dein Gedanke ist richtig, parallel zur Ostseite ist die Hauptwindrichtung, das wussten wir natürlich beim Bau noch nicht wirklich. Aber deshalb hatte nach längeren Diskussionen die verantwortliche TGA auf eigene Kosten auch die Vitocal letztlich um 90° gedreht, weil diese in Hauptwindrichtung stehend montiert war und im ersten Jahr beide Lüfter (defekt) von Viessman getauscht wurden: Vermutung Monteur -> Wind dreht die Lüfter -> ungewollte Induktion / Last zerstörte die Drehzahlsensoren (die waren kaputt).

Ok, ich halte Dich auf dem Laufenden, sobald es wärmer wird, montiere ich das V2A Deflektor-Blech und warte ab, ob sich etwas verbessert.

 

Herzlichen Dank und Grüße

 

Christoph

 

PS: ich persönlich finde aus Endkundensicht Deine Arbeit und Epxertise hier enorm wichtig und sinnvoll. Man trifft das heutzutage nicht wirklich oft an, meistens bleibt man bei technischen Fragen eher im Regen stehen 🙂 Danke! 

 

Danke für dein Feedback. 🙂

 

Viele Grüße
Flo


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