Hallo liebe Freunde der Wärmepumpe, in meinem Haus (Baujahr 1965, 175qm, 2 Geschosse plus Keller dort Souterrainwohnung, WVDS 11cm, 3fach-Fenster aber -großer Schwachpunkt- Kaltdach, 15 Heizkörper (größtenteils 2fach Flachheizkörper) will bzw. muss ich die kurzfristig defekte Ölheizung gegen eine Wärmepumpe austauschen. Ich habe von drei angefragten HB drei unterschiedliche Leistungsstufen der Viessmann 250-A vorgeschlagen bekommen: A13, A16 oder A19. Mir ist klar, dass es sehr sinnvoll wäre, erst eine qualifizierte Heizlastberechung und den hydraulischen Abgleich zu rechnen und dann die entsprechende Wärmepumpe zu wählen. Weil die Wärmepumpe aber noch vor tiefen Wintertemperaturen (Haus ist unbewohnt, aber Rohre sollten natürlich nicht einfrieren) eingebaut werden sollte, muss es jetzt ziemlich schnell gehen und der Energieberater kann die Heizlastberechnung erst im November durchführen. Leider ist auch der Energiebedarf anhand des Ölverbrauchs der vergangenen Jahre nicht aussagekräftig, denn das Haus wurde nur sehr sparsam geheizt und künftige Mieter haben sicherlich einen viel höheren Komfortanspruch als die Raumtemperaturen, die dort früher normal waren (ca 18 Grad in Wohnzimmer und Bad, restliche Räume ca 15 Grad). Die damalige Ölheizung hatte 16KW und hätte vermutlich ausgereicht, die Räume auf 20 bis 22 Grad zu erwärmen, nur ausprobiert wurde es eben nicht und somit ist unklar, ob die Heizlast wirklich 16KW oder etwas mehr oder weniger ist. Allein das Obergeschoss hat nach einschlägigen Formeln eine Heizlast von 9KW (wobei ich das gefühlt noch zu wenig halte, um die Räume dort wegen des ungedämmten Dachs auf 20 bis 22 Grad zu bringen). Das Erdgeschoss hat wegen der warmen Decke natürlich eine kleinere Heizlast aber hinzu kommt noch die Souterrainwohnung (ca 55 qm) mit ungedämmtem Fußboden. Somit tendiere ich zur A19, damit auch an kalten Tagen ohne Heizstab ausreichend Wärme ins Haus kommt. Wenn das Dach gedämmt würde (ist in den nächsten 5 Jahren keine Option) wäre sicherlich die A16 (vielleicht auch die A13) ausreichend. Meine Frage bezieht sich auf die wegen der Dringlichkeit nicht vorhandene Heizlastberechnung: kann man es riskieren, die größte WP A19 zu installieren und mittels offener Thermostatventile in den einigen Räumen (Wohnzimmer, Flur, Bad, Souterrainwohnung einschließlich zweites Bad falls bewohnt) die Heizkurve so einzustellen, dass sich in diesen Räumen die angestrebte Temperatur einstellt. Durch diese offenen Ventile müsste nach meinem Verständnis der Mindestvolumenstrom von 1000l/h gewährleistet sein. Ein häufiges Takten in der Übergangszeit halte ich für unwahrscheinlich, denn die Mindestleistung der A19 von 4,5 kW sollte zumindest zeitweise zur Aufrechterhaltung der 20-22 Grad in den Räumen auch bei Außentemperaturen zwischen 10 und 16 Grad erforderlich sein. Falls es in der Übergangszeit wider Erwarten doch zu häufigem Takten kommt, könnte man die WP dann nicht einfach stundenweise abschalten (es dürfte keinen großen Komfortverlust darstellen, wenn sich das in den Innenräumen durch leicht schwankende Temperaturen bemerkbar macht)? Entschuldigung für die längliche Anfrage. Falls jemand bis hierher durchgehalten hat, bitte ich um kurzes Feedback ob eine detaillierte raumweise Heizlastberechnung (eine grobe Berechnung haben die HB gemacht, kommen aber zu unterschiedlicher Einschätzung wobei für mich die ungedämmte Dachfläche das große Fragezeichen in diesen Berechnungen ist) unbedingt erforderlich ist.
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