Hallo zusammen, ich hoffe auf einen Hinweis, bevor ich Vermieter bzw. Heizungsfachbetrieb einschalte. Ich habe inzwischen recht umfangreich diagnostiziert und möchte ausschließen, dass ich eine Einstellung übersehe. Anlage / Aufbau Viessmann Vitodens 200-W, Unterlagen für Typ B2HF/B2KF, 3,5"-Schwarz/Weiß-Display Anlage ist mit ViCare verbunden und synchron separater Warmwasserspeicher Heizkreis 1 „Heizung Keller“: zwei normale Heizkörper Heizkreis 2 „Fußbodenheizung EG/OG“ HK2 mit Meibes-Mischer/Stellantrieb Typ laut Aufdruck: 66341.51V, 230 V, 6 Nm, 140 s Umwälzpumpe HK2: Grundfos ALPHA2L 15-60 erkanntes Gerät/Erweiterung im Service-Menü: ADIO 1:1 Anlagendruck aktuell 1,2 bar, Sollwert laut Gerät 1,5 bar Die Anlage soll beim Vormieter normal funktioniert haben. Wir haben das Haus seit Frühjahr 2026, eingezogen sind wir im August. Während der warmen Monate hatte ich die Heizung heruntergeregelt. Jetzt gibt es jedoch im gesamten Haus keinerlei Heizleistung. Warmwasser funktioniert dagegen völlig normal und zuverlässig – Küche/Bad haben problemlos sehr heißes Wasser. Aktuelle Diagnose bei ca. 18,6 °C Außentemperatur: Wärmeerzeuger / Allgemein Vorlauftemperatur ca. 47–48 °C Primärkreispumpe Soll: 60 % Primärkreispumpe Ist: 60 % Brenner zum Zeitpunkt der Abfrage: AUS / 0 % keine aktuelle Störung „Externes Sperren“: NICHT AKTIV Der Brenner funktioniert grundsätzlich: Bei einem früheren Test mit erhöhter Heizanforderung lief er mit ca. 14 % Modulation, der Wärmeerzeuger erreichte dabei ca. 58 °C. HK1 – Heizung Keller Betriebsprogramm: HEIZEN Betriebsstatus: NORMAL Heizkurve: Neigung 0,9 / Niveau +3 K berechneter Vorlauf-Sollwert zuletzt ca. 28,8 °C angezeigter Vorlauf-Istwert ca. 47,4–47,9 °C ViCare meldet Pumpe AN Es gibt im Keller nur zwei Heizkörper. Beide wurden vollständig auf Stufe 5 geöffnet. Auch nach mehreren Minuten Heizanforderung bleiben beide Heizkörper sowie alle vier Anschlussrohre komplett kalt. HK2 – FBH EG/OG Betriebsprogramm: HEIZEN Betriebsstatus: NORMAL Heizkurve: Neigung 0,5 / Niveau +3 K Raum-Soll während Diagnose zunächst 24 °C, später testweise 30 °C Vorlauf-Soll ca. 31,5–31,6 °C tatsächlicher Vorlauf konstant ca. 21,1–21,2 °C Heizkreispumpe laut Diagnose/ViCare AN Besonders auffällig: Die HK2-Vorlauftemperatur bleibt praktisch unverändert bei ca. 21,1 °C, obwohl deutlich mehr angefordert wird. Ich habe außerdem den Viessmann-Aktorentest benutzt. Dabei ließ sich Folgendes gezielt ansteuern: internes 3-Wege-Ventil: MITTE / WW / HEIZEN Primärkreispumpe in % Pumpe HK2 in % Mischer Heizkreis 2 Durchgeführte Tests: 3-Wege-Ventil ausdrücklich auf HEIZEN Primärkreispumpe auf 100 % Ergebnis: Auch dann blieben beide Kellerheizkörper und alle vier Anschlussrohre vollständig kalt. Separater HK2-Test: Pumpe HK2 = 100 % Mischer Heizkreis 2 = OFFEN Der Meibes-Stellantrieb bewegt sich dabei tatsächlich selbstständig; die Ansteuerung kommt also an und der Motor fährt sichtbar. Trotzdem: HK2-Vorlauf vorher: 21,1 °C nach ca. 2 Minuten Test: 21,2 °C Also praktisch keine Reaktion. Die Grundfos-Pumpe zeigt POWER ON. Ob sie tatsächlich einen realen Volumenstrom erzeugt, konnte ich nicht sicher feststellen. Zusätzlich befinden sich im Heizraum zwei rote Handradventile in gedämmten Leitungen. Ich habe nichts daran verstellt. Die Leitungen sind jeweils oberhalb und unterhalb der Ventile kalt. Im Meldungsverlauf gibt es keine aktuellen Stör- oder Warnmeldungen. Unter „Status“ gibt es allerdings wiederholt S.60-1 – Sommersparschaltung. Der aktuellste Eintrag ist: 26.09.2026, 13:51 Uhr Teilnehmer 0:1 Sommersparschaltung „Keine Aktion erforderlich“ Die Heizgrenzen habe ich kontrolliert: Parameter 1395.1 = 25,0 °C für HK1 Parameter 1396.1 = 25,0 °C für HK2 Aktuell zeigt die Anlage jedoch bei 18,6 °C Außentemperatur beide Heizkreise ausdrücklich als HEIZEN / NORMAL an und berechnet entsprechende Vorlauf-Sollwerte. Deshalb vermute ich, dass S.60 nicht die aktuelle Ursache ist – lasse mich aber gerne korrigieren. Meine Fragen wären daher: Kann trotz dieser Live-Werte noch eine Einstellung/Sommersparlogik die komplette Raumheizung sperren? Ist das Verhalten typisch für ein intern klemmendes 3-Wege-Umschaltventil, obwohl der Aktorentest „HEIZEN“ anwählt? Kann die Primärkreispumpe Soll/Ist 60 bzw. 100 % anzeigen, obwohl tatsächlich kein hydraulischer Durchfluss vorhanden ist? Gibt es bei dieser B2HF-Konfiguration noch ein zentrales Ventil, eine hydraulische Weiche oder eine externe Freigabe, die beide Heizkreise gleichzeitig lahmlegen könnte? Was würdet ihr anhand dieser Messwerte als Nächstes durch einen Heizungsbauer prüfen lassen? Mir geht es nicht darum, die Anlage selbst weiter zu zerlegen. Ich möchte nur möglichst gezielt herausfinden, ob noch eine offensichtliche Regelungs-/Konfigurationsursache vorliegt oder ob das inzwischen klar nach einem hydraulischen/mechanischen Fehler aussieht. Vielen Dank!
... Mehr anzeigen