Hallo @Jafma! Nein, die rund 1.500 Liter entsprechen dem tatsächlichen Verbrauch der letzten 3–4 Jahre. Was die Bewertung etwas erschwert: Die Solarthermie wird künftig entfallen, gleichzeitig kommt jedoch eine zusätzliche Dachdämmung in Form einer Geschossdeckendämmung (ca. 80 m²) hinzu. Natürlich lässt sich auch der Beitrag einer Solarthermie und der neuen Geschossdeckendämmung noch besser abschätzen - wenn man die genauen Rahmenbedingungen kennt. Grundsätzlich ändert das aber relativ wenig. Dass du eine FBH mit nur 10cm Abstand hast ist hervorragend. Wenn jetzt die Heizkreise noch alle etwa gleich Lang sind und die HK-Verteiler mit üppigem Durchmesser angeschlossen sind, hast du alle Freiheiten der Wahl von 6kW bis 12kW. Grundsätzlich teile ich aber @Claus-Vitos Ansicht: Die DIN 12831 überschätzt die Heizlast für den relativ seltenen Fall der Norm-AT systematisch. Die Heizlast wird daher real niedriger liegen, wie ich auch an meinem Messbeispiel auch zeigen wollte. Real hat der seltene Fall der Norm-AT sowieso kaum einen Effekt - besonders wenn man den zu erwartenden Klimawandel berücksichtigt. Der übliche gedämmte Massivbau mit hoher Speicherkapazität braucht Tage um auszukühlen. Ein kleinere WP ist gewöhnlich kostengünstiger und effizienter. Der optimale Arbeitsbereich einer modulierenden WP liegt zwischen 30 und 80%, wodurch es tatsächlich auch "zu kleine" WP geben kann. Eine Überdimensionierte WP bietet Flexibilität für Bedarfsfälle und bietet gerade bei FBH die option eines monovalenten Betriebs, was die JAZ ein Wenig erhöht - bei entsprechender niedriger Minimalleistung auch in Übergangszeiten bei geringerem Bedarf im 1-Takt-Betrieb. Mein Tipp: Wenn es hier um die Vitocal 250-A 6kW und 8kW Varianten ginge, dann brauchst du auf Grund der Leistungsdaten nicht über die 6kW Variante nachdenken. Die 8kW WP hat die gleiche Minimalleistung und die höheren Reserven und liegt mit ihrer optimalen Temperatur-Leistungskurve vermutlich nahe an deinem Bedarf, wird aber nicht ganz im monovalenten Betrieb funktionieren, da etwas zu schwach am kalten Ende. Auf Grund der FBH sind die zwei 10kW Varianten aber auch eine gute Option für einen monovalenten Betrieb. Die 13kW Anlage ist vermutlich sogar hierfür Überdimensioniert und könnte auch im Grenzbereich der FBH liegen. Hier würde ich daher ohne genaues durchrechnen eher die 10kW Varianten empfehlen. Der Preis hierfür sind aber die leicht erhöhten Betriebskosten für die zwei Lüfter. Diese Lüfterkosten werden übrigens nicht in den Datenblättern und Rechnungsprogrammen erfasst wodurch ein leicht schiefes Bild von großen LW-WPs gegenüber kleinen oder gegenüber Sole-WPs entsteht. Gerade letztere sind hier im Betrieb deutlich effizienter. Daneben gibt es aber noch andere WP-Modelle die je nach Anforderungen durchaus interessant sind und besser passen könnten. Von einer AC-Variante einer LW-WP würde ich auf jeden Fall abraten. Wenn eine Kühlung über FBH unbedingt sein muss, dann nur über die NC-Box einer Sole-WP zum langfristigen vorkühlen. Sonst ein zusätzliches Split-Klima-Gerät mit Entfeuchtung in Mannheim deutlich wirksamer, und ist selbst zur Ergänzung der NC-Box zu empfehlen. Viele Grüßen Gwyn
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