ich hatte mich ebenfalls an den Viessmann Kundensupport gewandt und folgende Antworten erhalten: 1. Antwort, auf die Frage zu dem Verhalten der Anlage: wir haben das von Ihnen beschriebene Betriebsverhalten der Anlage anhand der uns vorliegenden Trendings geprüft. Die Daten zeigen, dass der Wärmebedarf des Gebäudes gesättigt ist oder die Heizkreise aktuell keine Wärme abnehmen. Aufgrund des geringen Volumenstroms gehen ist davon auszugehen, dass die Anlage gegen geschlossene Ventile heizt. Dadurch kann die Anlage ihre Startphase nicht überbrücken, verfällt in einen Takt- oder Teillastbetrieb und erreicht keinen modulierenden Betrieb. Es liegt kein technischer Defekt an der Anlage selbst vor. Das aktuelle Verhalten ist eine korrekte Reaktion auf die örtlichen Gegebenheiten und die bestehenden Einstellungen. Für einen optimalen Betrieb muss die Heizkennlinie heizkreisselektiv auf den tatsächlichen Wärmebedarf des Gebäudes angepasst werden. Ggf. ist zusätzlich ein hydraulischer Abgleich notwendig. Wir empfehlen, die Heizkennlinie auf den Wärmebedarf des Gebäudes einzustellen und gegebenenfalls einen hydraulischen Abgleich durchzuführen. Bitte beauftragen Sie hierfür Ihren Fachbetrieb, damit dieser die notwendigen Anpassungen vor Ort vornimmt. 2. Antwort auf die Frage zu einem möglichen, erhöhten Verschleiß: 1. Es ist technisch korrekt, dass häufige Startvorgänge die mechanischen und elektronischen Komponenten einer Heizungsanlage (wie z. B. den Zündtrafo oder das Gebläse) stärker beanspruchen als ein modulierender Langzeitbetrieb. Unsere Komponenten sind jedoch für eine hohe Anzahl an Schaltzyklen ausgelegt. Ein unmittelbarer Defekt ist trotz der hohen Zahlen nicht zwingend zu erwarten. Dennoch ist es das Ziel jeder Optimierung, die Taktung zu reduzieren, um die Effizienz zu steigern und die langfristige Lebensdauer der Bauteile zu sichern. Das von Ihnen beobachtete Verhalten ist ein deutliches Signal dafür, dass die erzeugte Wärme derzeit nicht schnell genug vom Gerät abgenommen werden kann. Es muss eine gewisse Umlaufmenge gegeben sein, damit die Anlage in den Modulationsbetrieb übergehen kann. Sorgen Sie für Wärmeabnahme, indem Thermostate geöffnet werden. Ziel der Einstellung ist es, die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich, aber so hoch wie nötig zu halten. Dies führt zu längeren Brennerlaufzeiten und reduziert das Takten. 2. Die Heizkennlinie wird über zwei Werte definiert: - Neigung (Steilheit): Bestimmt, wie stark die Vorlauftemperatur bei sinkenden Außentemperaturen ansteigt. (Wichtig für die kalten Wintertage). - Niveau (Parallelverschiebung): Hebt oder senkt die gesamte Kurve gleichmäßig an. (Wichtig für die Übergangszeit). - Minimieren Sie dann die Heizkennlinie und stellen die Wünschtemperatur Ändern Sie die Werte nur in kleinen Schritten (z.B. Niveau um 2 Punkte senken) und warten Sie 1–2 Tage ab, da das Haus Zeit braucht, um thermisch zu reagieren. Thermostate öffnen: Um ein Takten gegen geschlossene Ventile zu verhindern, sollten die Thermostate in den Haupträumen während der Einstellungsphase voll aufgedreht sein. Wird es dann zu warm, ist die Kennlinie noch zu hoch. Es waren nie alle Ventile geschlossen, lediglich nicht voll aufgedreht. Ausnahme Schlafzimmer. Was ich allerdings gemacht hatte, da die oberen Räume nicht genutzt wurden, den HK1 hatte ich abgeschaltet, aber ohne die Ventile zuzudrehen, die Heizkörper wurden dennoch warm, aber eben nur im oberen Bereich.
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