Hallo, 2021 wurde bei mir die Vitodens 333f installiert.
Erst bei der letzten Wartung im November informierte mich der Techniker, dass es ein Missverhältnis zwischen Betriebsstunden und Brennerstarts gibt.
Aktuell zeigt die ViCare App 3208 Betriebsstunden und 197.337 Brennerstarts.
Da dieses Verhältnis enorm vom Standard abweicht, habe ich den zuständigen Fachbetrieb gesondert noch einmal darauf hingewiesen. Dieser sagte mir, dass mit der Anlage alles i.O. sei und es keinen erhöhten Verschleiß geben würde, der Anlass zur Sorge geben würde. Laut Internet sind bis 10.000 Starts für eine Gasbrennwerttherme normal. Hier sind es knapp 50.000 Brennerstarts.
Was sagt ihr dazu?
Ja, ihr habt Recht.
Ich habe gerade die WW Temperatur erhöht.
Kurz darauf ist der Brenner angegangen und der Volumenstrom stieg auf 906 l/h
Da der Volumenstrom bei Heizbetrieb so einbricht,muss sich also ein Hindernis in der Heizleitung befinden. Das kann Luft sein,ein defektes Umschaltventil oder Fremdkörper in der Leitung.
Wenn du Pech hast,steckt noch eine Rohrschutzkappe drin.
oder die klassische zugelötete Leitung bis die Rechnung bezahlt ist (und die vergessen rauszumachen... ;-))
ich würde noch mal versuchen diese potentielle Rückschlagklappe dursch Schliessen und abruptes wieder Öffnen zu einer Bewegung zu bewegen
den Vierkannt um 90° drehen und dann 'schlagartig' wieder zurück dass die Markierung wieder längs steht. Die Chance is gering, aber is einfach und kostet nix. (mit Schraubenschlüssel, nicht Zange)
sowas gibt`s.
okay, kann ich versuchen. nach Weihnachten.
Die Tage sind verplant.
Auch euch schöne Weihnachten, ich melde mich.
Hallo Herr P, ich hoffe du bist gut ins neue Jahr gekommen.
leider bin ich noch nicht dazugekommen, die von dir vorgeschlagene Maßnahme umzusetzen.
Allerdings bin ich auf ein Phänomen aufmerksam geworden, welches seit den umgesetzten Maßnahmen aufgetreten ist.
Als das System noch im Taktbetrieb war, hatte ich im Wohnzimmer eine Temperatur von mehr als 30 Grad Celsius, bei voll geöffneten Thermostaten, jetzt erreiche ich, wenn wir uns im Wohnzimmer aufhalten etwa 22,5 Grad, also die Temperatur die gewünscht ist.
Was aber passiert ist, der Gasverbrauch ist von ca. 4 m3 / Tag auf über 6 - 7 m3 gestiegen.
Sollte das nicht umgekehrt sein und der Verbrauch sinken?
Ich habe die Heizkurven aktuell so eingestellt:
HK1: Heizkörper:
Neigung: 0,8
Niveau: 2
HK2: FBH:
Neigung: 0,5
Niveau: 3
auf welchen Zeitraum ist der Gasverbrauch bezogen?
- Wenn die Zeit der "Experimente" mit drin ist - da wird überdurchschnittlich verbraucht worden sein.
- Wenn es auf die aktuellen Tage bezogen ist - es ist jetzt (langfristig) erheblich kälter als damals, da ist es klar, dass mehr verbraucht wird. Ist bei mir auch grad so 😉
Es gilt auch immer die Physik: Energie kann nicht verloren gehen. Die Energie, die das verbrannte Gas hat, landet zu 90-99% in deinem Haus, da führt kein Weg drumrum.
Ob es 90 oder 99% sind, hängt von dem Grad der Abgaskondensation ab. Grob gesagt je niedriger die Abgastemperatur, desto mehr Abgaskondensation und damit Nutzung des Brennwerteffekts und desto näher an 99%. Starken Einfluss auf die Abgastemperatur hat die Rücklauftemperatur - je niedriger die ist, desto besser wird das Abgas abgekühlt. Gewöhnlich ist mit niedrigerer Vorlauftemperatur auch die Rücklauftemperatur niedriger, auch deswegen soll die Kennlinie nur auf die nötige VL Temperatur eingestellt sein.
Ein sehr hoher Volumenstrom bewirkt zwar eine etwas höhere RL Temperatur, aber da die Heizkörper damit besser ausgenutzt werden, ist die notwendige VL Temperatur geringer und die RL Temp läuft mow. auf's Gleiche raus.
Also grähm dich nicht: unsere Massnahmen können nicht zu höherem Gasverbrauch führen, sondern höchstens zu niedrigerem. Energie kann nicht verloren gehen, und wenn du jetzt mehr brauchst, dann liegt das an den langfristig niedrigeren Aussentemperaturen (weil dabei mehr Energie durch deine Isolierung geht). Selbst wenn wir 'damals' mal kurz kalt hatten, ist die thermische Masse des Hauses so träge, dass das nich groß in's Gewicht gefallen war, jetzt aber schon.
Das hier ist die Aussentemperatur (hier) seit dem Thread Start:
Es ist erst Weihnachten richtig kalt geworden. Diese Kälte hängt uns möglicherweise noch bis jetzt ein wenig nach. Wegen der thermischen Trägheit der Masse / des Hauses wirkt sich das alles immer etwas nach hinten versetzt aus.
Auf die längerfristige Auswirkungen hatte ich mir keine Gedanken gemacht.
Danke für die Erklärung.
Hallo Herr P.,
der Heizungsfachbetrieb hat auf mein letztes Schreiben reagiert.
Demnach haben sie sich online das Verhalten der Anlage angesehen und festgestellt, dass die Anlage im Normalbetrieb arbeitet. Dies führt der Inhaber auf seine Änderungen der Heizkurven zurück.
(ich frage mich, warum man das nicht schon gemacht hat, nachdem der Techniker die extrem hohe Taktung festgestellt hat)
Nichts desto trotz, ist ein gemeinsamer Termin mit einem Viessmann Techniker vorgesehen, um die Anlage zu prüfen und ggf. weiter zu optimieren.
Die Taktung liegt im Moment bei ca. 0,3 bis 0,5, was, denke ich, schon echt gut ist, oder?
Viele Grüße und nochmals besten Dank für deine / eure Unterstützung.
moin @Vogelbärchen
was heisst "Die Taktung liegt im Moment bei ca. 0,3 bis 0,5"?
wieviele Brennerstarts hast du am Tag? wie lange läuft der Brenner?
6-7m3 am Tag sind grob 60-70kWh. Durch 24h sind 2,5 bis knapp 3 kW. Damit müsste der Brenner so gut wie durchlaufen, weil er auf 2kW runtermodulieren kann.
Ich wäre immer noch dafür, den 1606.4 Integralschwellenwert zur Abschaltung des Brenners von 50 auf mindestens 100 hochzusetzen. Das haben eigentlich fast alle gemacht, die sich mit dem Parameter beschäftiigt haben. Testweise ggf. auch mal auf 150 oder 200 setzen
> Dies führt der Inhaber auf seine Änderungen der Heizkurven zurück.
letztendlich hast du die doch 'feinjustiert', oder?
> ich frage mich, warum man das nicht schon gemacht hat
das frage ich mich auch!!
Es besteht ja nach wie vor das Problem des viel zu geringem Volumenstroms (im Heizbetrieb), oder? Das soll der Viessmann Techniker mal klären! damit hat er wenigstens eine Aufgabe. Normal ist das wie gesagt definitiv nicht.
Hallo Herr P.,
Das mit dem Volumenstrom habe ich auf dem Schirm, da ja auch für den Hydraulischen Abgleich 760 l / h angegeben worden sind.
die 740l/h waren für die FBH - da hatten wir ja 5.4 l/min zusammengezählt sind 325 l/h.
Im HK1 stehen auf dem Zettel 300 l/h (die Heizkreise sind ja vertauscht), aber da kommen wir ja erst mit voller Pumpenleistung überhaupt in die Richtung, das dürften dann so um die 7m Förderhöhe sein und nicht 2,60 wie reingeschrieben. Das ist schon ein sehr 'ungewöhnlicher' Betriebspunkt.
300l/h mit 10K Spreizung (Zettel...) sind grad mal 3,5kW, das wird ja nicht die Norm-Heizlast (im strengen Winter!) eures Hauses sein, da sind wir ja jetzt bei um die 0°C schon fast.
Das passt alles vorne und hinten nicht! Der Volumenstrom passt nicht, die erforderliche Pumpenleistung passt nicht, die Norm-Heizlast passt nicht, der Zettel passt nicht - nichts passt! Da soll der Viessmann Techniker mal Grund reinbringen! Ich bin gespannt!
Das wäre schön, wenn der Viessmann Techniker dann auch dein Fachwissen hat.
Ich bin auch total gespannt auf das Ergebnis.
im Prinzip muss er ja "nur" die Sache mit dem Volumenstrom in Ordnung bringen, wohl in Zusammenarbeit mit deinem Heizi.
Mit genügend langen genügend dünnen Rohren kann man es schaffen, den Heizkörperkreis auf 300l/h bei voller Pumpenleistung 'gedrosselt' zu bekommen, aber da ist ja auch noch der Fussbodenkreis. Die Summe aus Heizkörperkreis und dem, was in den FBH Mischer rein geht, bekommen wir als Volumenstrom angezeigt.
Wenn das wirklich nur auf 300l/h (bei voller Pumpenleistung!) ausgelegt ist, würde ich das für eine grobe Fehlplanung halten.
ich würde gern noch mal nach @Franky s Meinung dazu fragen - er macht das ja beruflich.
Wie du schon selber schreibst:da passt nichts zusammen. 300 l / h sind ein Witz. Entweder sind die Heizkörper alle auf kleinsten Durchlass gestellt oder man hat irgendwo einen Transportstopfen vergessen. Die meisten Rohre werden mit Schutzkappen abgegeben. Und manchmal drückt es die auch richtig ins Rohr rein.
Ist mir in jungen Jahren auch passiert.
Da es hier um eine FBH geht: ich vermute mal,dass die nicht vollständig durchflossen wird. Entweder zu geringe Pumpenleistung oder Rohre zu lang.
Eine FBH verlangt einen statischen Druck. Variabel funzt nicht
| Benutzer | Anzahl |
|---|---|
| 12 | |
| 10 | |
| 7 | |
| 3 | |
| 2 |