Guten Tag,
Habe seit 1 Woche eine Viessmann PV-Anlage mit 10 kw Speicher.
Die Modulleitung beträgt ebenfalls 10 kw. Süddeutschland ost-west Ausrichtung, 43grad Dachneigung.
Der mir verbaute Wechselrichter ist ein vx3 6.0.
(im ersten Angebot wurde der einphasige 4.3 kw WR angeboten!?)
Nun meine Frage:
Ist ein 6 kw Wechselrichter für eine 10kwp Anlage sinnvoll/ zulässig?
Habe im Nachhinein erfahren daß Viessmann den 6.0 nur bis max. 9 kwp zulässt. Kann es hierzu eventuell Probleme mit der Garantie geben?
Der Fachbetrieb mauert und sagt : alles ok.
Danke für Ihre Expertenmeinung
Gelöst! Gehe zu Lösung.
> Ist ein 6 kw Wechselrichter für eine 10kwp Anlage sinnvoll/ zulässig?
Zulässig ja, sinnvoll je nachdem.
10 kWp bei 43 ° Dachneigung und O/W sind netto etwa 7,7 kW. Dafür reichen die 9 kW DC-seitig.
Es können also in dem Fall, wo die Batterie noch nicht voll ist, die 7,7 kW voll genutzt werden. Ist die Batterie voll kann der Wechselrichter nur 6 kW auf der AC-Seite umsetzen (pro Dachseite 3 kW). Er clippt also 1,7 kW weg.
Nun werden die Module auf dem Dach heiss, wenn die Sonne knallt, und man 30 °C Umgebungstemperatur hat (oder mehr, wie zuletzt). Dann werden aus 7,7 kW vielleicht noch 6,5 kW.
D.h. in deinem Fall gehen aufgrund der WR-Dimensionierung im Zweifel 0,5 bis 1,7 kW Generatorleistung flöten, weil der Wechselrichter ihn begrenzt. Das ist jetzt nicht die Welt, und man hat auch nicht sooo viele Tage im Jahr, wo das passiert.
Der WR ist 7,7 (netto) / 6 *100 = 128 % AC-seitig unterdimensioniert gegenüber dem Generator. Noch gerade so im Rahmen für Hybrid-WRs wie den VX3, würde ich sagen.
Schau halt mal, ob und die ViCare-App bei den Analysen die Erzeugungskurve "clippt", sprich, oben herum abschneidet, um die Mittagszeit je nach Wetterlage und Jahreszeit. Wenn das die Regel ist, wäre ein VX3 8.0 vlcht. besser gewesen.
> Ist ein 6 kw Wechselrichter für eine 10kwp Anlage sinnvoll/ zulässig?
Zulässig ja, sinnvoll je nachdem.
10 kWp bei 43 ° Dachneigung und O/W sind netto etwa 7,7 kW. Dafür reichen die 9 kW DC-seitig.
Es können also in dem Fall, wo die Batterie noch nicht voll ist, die 7,7 kW voll genutzt werden. Ist die Batterie voll kann der Wechselrichter nur 6 kW auf der AC-Seite umsetzen (pro Dachseite 3 kW). Er clippt also 1,7 kW weg.
Nun werden die Module auf dem Dach heiss, wenn die Sonne knallt, und man 30 °C Umgebungstemperatur hat (oder mehr, wie zuletzt). Dann werden aus 7,7 kW vielleicht noch 6,5 kW.
D.h. in deinem Fall gehen aufgrund der WR-Dimensionierung im Zweifel 0,5 bis 1,7 kW Generatorleistung flöten, weil der Wechselrichter ihn begrenzt. Das ist jetzt nicht die Welt, und man hat auch nicht sooo viele Tage im Jahr, wo das passiert.
Der WR ist 7,7 (netto) / 6 *100 = 128 % AC-seitig unterdimensioniert gegenüber dem Generator. Noch gerade so im Rahmen für Hybrid-WRs wie den VX3, würde ich sagen.
Schau halt mal, ob und die ViCare-App bei den Analysen die Erzeugungskurve "clippt", sprich, oben herum abschneidet, um die Mittagszeit je nach Wetterlage und Jahreszeit. Wenn das die Regel ist, wäre ein VX3 8.0 vlcht. besser gewesen.
Servus Andy,
Danke für die schnelle Antwort.
Klingt für mich logisch und nachvollziehbar.
Grüße Gerhard