Hallo zusammen, ich habe ein paar Fragen zu den Heizkurveneinstellungen einer Vitocal 333-G, meiner neuen WP. Meine Konfiguration alt (nach 20 Jahren ausgetauscht): KfW60-Haus mit sehr guter Dämmung, NIBE Sole-WP Fighter 1220 5 KW fix, 135 qm Fußbodenheizung ohne Pufferspeicher, hydraulischer Abgleich, Stellventile in allen Zimmern immer offen, d. h. Temperaturregelung nur über die Heizkurve. Konfiguration neu: Viessmann Sole-WP Vitocal 333-G BWT 331.C06, Rest gleich. Die neue Vitocal WP kam mit der Heizkurve 0.6, 0 (Neigung 0.6, Niveau 0). Als erstes habe ich die Heizkurve der alten NIBE WP mit der neuen WP verglichen und einen möglichst guten Abgleich gemacht. Daraufhin habe ich die Heizkurve auf 0.5, 0 geändert. Jetzt ist die Vitocal zum ersten mal gelaufen, und ich war sehr erstaunt. Bei einer Außentemperatur von 8° ergab sich eine Vorlauftemperatur von ca. 30 Grad. So weit, so gut. Die WP fing an zu heizen (Verdichterleistung 47%), aber nach 4 Stunden lief sie noch immer (Verdichterleistung 20%). Heizkreis-Vorlauf und -Rücklauf hatten sich auf ca. 29° / 26° eingependelt und die WP machte keine Anstalten aufzuhören. Im Internet habe ich dann nachgesehen, dass es wohl beabsichtigt ist, dass die WP so lange mit reduzierter Leistung läuft. Die alte NIBE WP hätte 5 KW fix geliefert, die Vorlauftemperatur auf 35° gebracht, wäre dann ausgegangen, die 35° hätten sich im Estrich verteilt und nach 30 bis 60 Minuten wäre sie wieder angesprungen. Frage 1) Wie lange läuft die Vitocal so im Durchschnitt an einem Stück? Ich habe dann nach 5 Stunden Laufzeit die Heizkurve erstmal auf 0.3, 0 geändert, damit die Vitocal ausgeht und den Fußboden nicht auf 30° aufheizt. Bei 30° Fußbodentemperatur hätten wir drinnen sonst eine Sauna gehabt. Meine erste Erkenntnis ist jetzt: Eine WP mit fixen 5 KW Leistung kann man nicht mit einer variablen WP vergleichen. Die Heizkurven abzugleichen hat keinen Sinn. Die Frage 2) ist jetzt: Was ist ein guter Startpunkt für das Einstellen der Heizkurve? 0.5, 0 scheint mir viel zu hoch zu sein. Habe jetzt vom Gefühl erstmal 0.3, -2 gesetzt. Die alte NIBE WP hat die Tagesmitteltemperatur aus 24 Stunden berechnet. Das funktionierte recht gut. Die Vitocal nimmt dazu ein Interval von 3 Stunden. Das scheint mir bei einer trägen Fußbodenheizung falsch zu sein. Ich habe daraufhin die KI (Gemini) befragt, und es kommen Antworten zwischen 1 Stunde Mittelungsinterval und 24 Stunden Mittelungsinterval, je nachdem wie man fragt, beides mit guten Argumenten. Bei 1 oder 3 Stunden Mittelungsinterval, habe ich früh morgens 8° mittlere Temperatur und nachmittags vielleicht 20° mittlere Temperatur. D. h. die WP hat morgens und abends ganz andere Vorlauftemperaturen. Das macht das Finden der richtigen Heizkurve bestimmt nicht einfacher. Frage 3) wäre also: Was ist bei einer trägen Fußbodenheizung das beste Mittelungsinterval für die Tagesdurchschnittstemperatur?
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