Hallo zusammen,
wir nutzen ein Viessmann-Gesamtsystem mit einer 18,4-kWp-PV-Anlage, Wärmepumpe, 30-kWh-Batteriespeicher, Viessmann-Wallbox/Ladestation und Dynamic Assistant Pro. Zusätzlich nutzen wir einen dynamischen Stromtarif und haben Modul 3 mit zeitvariablen Netzentgelten.
Uns fällt dabei auf, dass die ViCare App zwar den dynamischen Strompreis berücksichtigt, die Zeitfenster und Preisvorteile aus Modul 3 aber offenbar nicht in die Optimierung einfließen.
Ein konkretes Beispiel aus unserer Anlage:
Um ca. 03:50 Uhr zeigte unser Stromtarif einen Preis von etwa 38 ct/kWh. In ViCare wurden zu diesem Zeitpunkt etwa 0,43 €/kWh angezeigt.
Gleichzeitig lagen folgende Werte vor:
Die Option „Batterieladung aus dem Netz“ ist aktiviert. Trotzdem wurde unser 30-kWh-Speicher in diesem Zeitraum praktisch nicht aus dem Netz geladen.
Zwischen etwa 03:50 Uhr und 05:57 Uhr stieg der Netzbezug nur um rund 2 kWh. Das entspricht ungefähr dem normalen Hausverbrauch in diesem Zeitraum und spricht ebenfalls dafür, dass keine nennenswerte Netzladung des Batteriespeichers stattgefunden hat.
Hinzu kommt ein weiterer Punkt:
Für den heutigen Tag ist eher schlechtes Wetter mit viel Bewölkung bzw. Regen zu erwarten. Entsprechend war bereits nachts von einem deutlich geringeren PV-Ertrag auszugehen.
Wenn der Dynamic Assistant Pro mit PV-Prognosen arbeitet, müsste dieser geringe zu erwartende Solarertrag eigentlich ebenfalls in die Entscheidung einfließen. Gerade deshalb wundert uns, dass der Speicher bei nur 6 % Ladezustand in einem günstigen Zeitfenster nicht stärker aus dem Netz geladen wurde.
Das eigentliche Problem sehen wir aber bei Modul 3:
Wenn ViCare bzw. der Dynamic Assistant Pro nur den dynamischen Strompreis betrachtet, nicht aber die zeitabhängigen Netzentgelte aus Modul 3, kann die Steuerung zu dem Ergebnis kommen, dass eine Netzladung wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.
Mit dem reduzierten Netzentgelt innerhalb eines Modul-3-Zeitfensters kann die tatsächliche Rechnung aber ganz anders aussehen.
Aus unserer Sicht sollte ein modernes Energiemanagement deshalb nicht nur den Börsen- bzw. dynamischen Strompreis berücksichtigen, sondern den tatsächlichen Gesamtbezugspreis:
dynamischer Strompreis + zeitvariables Netzentgelt + weitere Preisbestandteile.
Gerade bei größeren Batteriespeichern, Wärmepumpen und einer Wallbox wäre das besonders wichtig.
Davon könnten mehrere Komponenten profitieren:
Wir planen außerdem, unser Viessmann-System künftig noch um eine Viessmann-Klimaanlage zu erweitern. Umso wichtiger wäre für uns eine zentrale und möglichst vollständige Optimierung aller Komponenten anhand der tatsächlich entstehenden Energiekosten.
Daher unsere Fragen an Viessmann:
Wir würden uns über eine konkrete Rückmeldung aus dem Viessmann-Produktmanagement sehr freuen.
Vielleicht gibt es hier auch andere Nutzer mit Modul 3, Dynamic Assistant Pro und Batteriespeicher, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Viele Grüße
Nicole und Ralf