Hallo zusammen,
ich lasse gerade von einem Fachmann eine Erdwärmepumpe vom Typ Vitocal 300-G, einen Pufferspeicher WPS 1450/320/2.4 und 6 Solarthermie-Kollektoren vom Typ Vitosol 200-FM installieren. Ich möchte die Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung und auch zum Heizen des Hauses nutzen. Soweit ich weiß, beträgt der optimale Neigungswinkel der Solarkollektoren in meinem Fall 60 Grad, aber der Installateur möchte eine Überhitzung im Sommer vermeiden und schlägt daher einen Winkel von 85 Grad vor. Meine erste Frage lautet: Ist es normal, aus diesem Grund den 60-Grad-Winkel zu vermeiden? Und meine zweite Frage ist: Ist es mit meiner Anlage möglich, die überschüssige Energie im Sommer in den Boden zurückzuführen? Anmerkung: Ich benutze einen Übersetzer, da ich kein Deutsch spreche (ich komme aus einer französischsprachigen Region der Schweiz). Vielen Dank.
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Hallo,
generell würde ich bei den heutigen Preisen von PV Modulen KEINE Solarthermie mehr kaufen, schon gar nicht in Kombination mit einer Wärmepumpe, die mit Strom arbeitet.
Solarthermie ist out. Das war mal von 10 oder 20 Jahren interessant.
Die Investitionskosten pro kW Leistung sind beim PV Modul ca die Hälfte (unter Berücksichtigung des Wirkungsgrad im Winter wenn du damit heizen möchtest)
Bei einer Solarthermie zum Heizen ist die Überhitzung wegen der Überdimensionierung ein Problem, da das Solarfluid schnell altert und potentiell in kürzeren Perioden getauscht werden muss und die Wartungs- Kosten die Einsparung an Strom eliminieren können.
Wenn du im Sommer noch ein Schwimmbad damit versorgst, sieht es anders aus.
>> Ist es normal, aus diesem Grund den 60-Grad-Winkel zu vermeiden?
Dafür gibt es Simulationsprogramme, hier kann man den Ertrag bei 60 und 85 Grad durchspielen und wie viel Tage der Speicher und der Kollektor zu kochen anfängt.
diese Probleme hat man bei PV nicht!
Im Winter bei kalter Temperatur hat das PV Modul einen sehr gute Wirkungsgrad, besser als die Nennleistung bei 20 Grad C
Es kann auch bei 0 Grad und bewölktem Himmel noch etwas "ernten" wo der Vitosol keinerlei Ertrag hat.
Bei PV würde ich zu einem deutlich flacheren Winkel raten.
>>überschüssige Energie im Sommer in den Boden zurückzuführen?
das muss das Installateur bauseits vorsehen.
Soweit die Rohre des Erdkollektor diese hohen Temperaturen der STA vertragen.
Lieber qwert089, vielen Dank für deine Einblicke zum Thema Solarthermie-Kollektoren. Meine Entscheidung, in Solarthermie-Kollektoren zu investieren, steht fest, und ich weiß, dass sie nicht optimal ist, aber ich habe andere Einschränkungen, was mein Haus betrifft. Ich werde später Photovoltaik-Module auf dem Dach installieren, die Solarthermie-Kollektoren kommen auf den Balkon. Übrigens, schau dir mal die Schweizer Firma Jenni an, du wirst vielleicht überrascht sein, was die da leisten. Was die Überhitzung angeht: Probleme haben Lösungen. Ich könnte das heiße Wasser sogar nutzen, um am Ende des Tages meine Regenwassertanks (2000 l) zu füllen, es über Nacht abkühlen zu lassen und am nächsten Tag den Garten zu bewässern, da ich den Garten ohnehin bewässern muss, besonders im Sommer. Ich kenne auch die vorhandene (Online-)Software, aber soweit ich weiß, berücksichtigt sie nicht die „Thermprotect“-Funktion (?), was in meinem Fall interessant wäre. Ich wünschte, ich könnte jemanden mit fundierten Kenntnissen von Viessmann finden, der meine Fragen beantworten könnte, da ich das Gefühl habe, dass mein Installateur nicht die beste Arbeit leistet. Vielen Dank.