Das ist nur eine Übergangslösung, damit wenigstens die Raumbeheizung funktioniert. Sie beseitigt aber die Ursache nicht, und diese ist im Umfeld der WW-Bereitung zu suchen. WW-Bereitung hat in Werkseinstellung Vorrang vor Raumbeheizung, d.h. eine einmal begonnene Speicherladung wird zuende geführt, auch wenn das sehr lange dauert - und so lange kann die Raumbeheizung nicht beginnen. Mit der jetzigen Einstellung (Soll-WW-Temperatur 10) kannst du beliebig lange das Haus beheizen, aber der Speicher wird durch den Vitoladens nicht aufgeheizt, also zunehmend abkühlen. Zur Problembehebung muss der HB vor Ort den Speicher und die Sensoren überprüfen und die Ursache beseitigen. Häufiger Grund für eine zu lange Speicheraufheizung ist eine Verkalkung des Wärmetauschers oder ein defekter Sensor. Die Fragen nach dem Speicheralter und der Wasserhärte sind noch offen, der Speichertyp wäre auch von Interesse. Die Überprüfung der WW-Zapftemperatur könnte einen Hinweis auf richtige oder falsche Anzeige des Speichersensors geben. Überprüfung von Hand genügt als grober Anhaltspunkt (vorsichtig überprüfen - oberhalb ca. 55-60 Grad wird es gefühlt "zu" heiss). Hilfreich zur Problemeingrenzung wäre auch, wenn du dem Gerät bei einer Speicheraufheizung zuschaust (dazu Soll-WW-Temperatur wieder auf 60 stellen): wie lange läuft der Brenner, bei welcher Kesseltemperatur schaltet er aus und wieder ein, sind Geräusche zu hören usw. Wenn die Speicheraufheizung zwar langsam, aber noch einigermassen funktioniert, kannst du so wenigstens die Weihnachtstage überbrücken; wie du in den Heizbetrieb wechseln kannst, weisst du nun. Trotzdem am Montag deinen HB anrufen und für "möglichst bald" um einen Termin zur Problembehebung bitten.
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