Neigung 1,3 wäre für einen ungedämmten Altbau etwa passend, ein 30-jähriges Haus sollte normalerweise mit einer kleineren Neigung auskommen, das hängt aber auch von den Heizkörpern ab (je grösser desto besser, da eine niedrigere VL ausreicht). Dass es selbst mit sehr grossem Raumeinfluss wärmer wird als gewünscht ist ein klarer Hinweis auf eine (viel) zu hoch eingestellte Heizkennlinie. Wie ist das Niveau eingestellt? Am besten mit Niveau Null beginnen, und einfach mal die Neigung ein gutes Stück niedriger stellen - bis es nicht mehr warm genug wird, und dann die Neigung wieder ein Zehntel höher. Thermostatventil im Kinderzimmer voll auf ist gut, muss bei aktiviertem Raumeinfluss auch so bleiben. Die übrigen Thermostatventile sollen nach dem Einstellen der Heizkennlinie auf die jeweilige gewünschte Raumtemperatur eingestellt werden, damit sie bei Fremdwärme unnötiges Weiterbeheizen in diesem Raum unterdrücken können. Witterungsführung mit Raumeinfluss gewährleistet bei richtiger Einstellung sowohl eine energiesparende Betriebsweise (VL nur so hoch wie nötig) als auch guten Komfort (gute Einhaltung der gewünschten Soll-Raumtemperatur). Voraussetzung ist allerdings die richtige Einstellung der Heizkennlinie. Auch beim Raumeinfluss ist etwas Probieren angesagt - der eingestellte sehr hohe Raumeinfluss (b2:64) kann u.U. zu einem Überschwingen der Anlage führen (zu starke Korrektur und Gegenkorrektur); vielleicht mal mit b2:20 versuchen. Aber zuerst die Heizkennlinie optimieren...
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