Hallo zusammen, ich muss hier einmal eine fundamentale Kritik an der Regelungslogik der Vitotrans 353 (Frischwasserstation) loswerden. Mein Fazit vorab: Nach meinem Dafürhalten lässt sich diese Station In einem vermieteten Altbau-Objekt nach aktuellem Softwarestand nicht gleichzeitig rechtssicher UND energetisch sinnvoll betreiben. Die Ausgangslage im Mietobjekt (Altbau): Rechtliche Vorgabe: Warmwasser muss nach spätestens 15–30 Sekunden an jeder Zapfstelle mit mind. 40–45 °C anstehen (Mietrecht). Bauliche Realität: Lange Leitungswege, die oft in den Wänden nicht gedämmt sind. Das Software-Dilemma der Vitotrans 353: Die Regelung bietet für die Zirkulationspumpe im Kern nur Optionen, die im vermieteten Altbau aus energetischer Sicht versagen: Die Impuls-Logik („Anforderung“): Verlangt vom Nutzer, den Hahn kurz zu öffnen, wieder zu schließen und zu warten. Das ist Mietern im Alltag absolut nicht vermittelbar und kann direkt zu Mietminderungen führen, wenn man den Hahn einfach normal öffnet und das Wasser minutenlang kalt bleibt. Die Software blockiert das Anlaufen der Zirkulation bei normalem, dauerhaftem Durchfluss, da sie dies rein als Zapfung interpretiert. Der Modus „Thermisch“ oder „Dauer“: Um die gesetzlichen Zeiten einzuhalten, bleibt nur der temperaturgeführte oder dauerhafte Zirkulationsbetrieb. Im Altbau mit ungedämmten Leitungen führt das jedoch dazu, dass ich 24/7 mit maximaler Ineffizienz die Wände aufheize und die Energie sinnlos verpufft. Der Heizwasserpuffer muss dadurch ständig durch die Wärmepumpe nachgeladen werden! Der Modus „Takt“: Selbst bei einer Taktung von nur 3 mal pro Stunde (für je 5 Minuten), läuft die Zirkulationspumpe 6 Stunden am Tag. In einem Mietobjekt muss das Warmwasser 24/7 zur Verfügung stehen, daher muss mit 24 Stunden gerechnet werden! Meine Frage an die Viessmann-Entwickler: Warum kann man die Software nicht so einstellen, dass die Zirkulationspumpe bei normalem Durchfluss sofort und ohne vorherigen Schließ-Impuls via PWM startet? Das wäre aus meiner Sicht die einzig energetisch sinnvolle und zugleich mietrechtlich saubere Lösung für den Altbau: Der Mieter dreht den Hahn auf, der Sensor registriert den Durchfluss, die PWM-Pumpe sorgt sofort für den Warmwasserfluss, und nach wenigen Sekunden ist es da – ohne dass die Zirkulation mehrere Stunden am Tag ausschließlich als Wandheizung fungiert. So wie es jetzt ist, ist die Frischwasserstation aus meiner Sicht für jeden Vermieter im Altbau ein energetisches Desaster. Falls ich etwas übersehen haben sollte, und es tatsächlich eine mietrechtlich saubere Konfiguration mit einem energetisch effizienten Betrieb einer Vitotrans 353 im Altbau gibt, wäre ich für entsprechende Hinweise dankbar. Meine Anlage aus 2026: Vitotrans 353 mit PZSA, Modell PBS, Software 2.0.1, Hardware 1.1
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