Vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag zum Thema Aussenleitungen eingestellt und auch viele (meiner Meinung nach) kompetente Antworten gekriegt. Danke an alle. Viessmann hat sich leider nicht dazu geäußert. Den Beitrag habe ich abgeschlossen, nicht weil das Problem gelöst ist, sondern weil ich das vorgeschlagene Vorgehen akzeptiert habe. Da die Aussenleitungen nicht das einzige Problem sind, habe ich mich entschlossen die ganze Historie des Einbaus zu schildern. Der Beitrag ist vielleicht etwas lang, aber es lohnt sich ihn zu lesen, es ist einfach unglaublich. Vor einem Monat haben wir eine Vitocal 250 a eingebaut gekriegt. Wir haben uns für einen bodenständigen oberbayrischen Viessmann Partner-Betrieb entschieden, in der Annahme dass so die Qualität der Installation und der Wartung sichergestellt ist. Wie sehr wir uns getäuscht haben, entnehmen Sie bitte dem folgenden Bericht. Ende April wurde die Wärmepumpe aufgestellt. Mit der Art der Leitungsführung waren nicht zufrieden, der slowakische Subunternehmer hat aber gesagt, dass sie es immer so machen. Es sieht nicht gut aus, aber der FB hat gesagt, dass da eben die Verkleidung hingehört. (Inzwischen wurden die Leitungen "nachisoliert", d.h. mit irgendwas umwickelt, ob das hilft, weiss ich nicht, besser sieht es nicht aus). Was für Aussenleitungen eingebaut wurden, haben wir nur nach mehreren Nachfragen und unvollständigen oder einfach falschen Antworten in Erfahrung gebracht. Es handelt sich um BOAGAS Edelstahlwellrohre der Firma BOACRAFT, Betriebsdruck, 500 mbar (0,5 bar), die in Deutschland keine Zulassung für Verlegung im Erdreich haben. Die Rohre sind lose mit einem Isolierschlauch umhüllt und stecken in einem Leerrohr. Das Leerohr und die Isolierung sind bis zur Kellerwand geführt und dort mit Bauschaum abgedichtet. Der FB hat zweimal behauptet, dass es sich um AQA+ Rohre der österreichischen Firma BOACRAFT handelt. (Mir fallen da nicht viele Begriffe ein, als was man das bezeichnen könnte). Angesichts der klaren Beweise hat der FB zugegeben dass es BOAGAS Rohre sind und auch gleich eine vorbereitete Stellungnahme von Bocraft hinzugefügt in der sinngemäß gesagt wird, dass es zwar Gasrohre sind, aber dass sie schon halten werden wenn man sie gut einbaut. Stellungnahme des FB: Die Montageanleitungen von Viessmann sind nur Empfehlungen und müssen nicht eingehalten werden (!?). Zum Innenbereich: Die Rohre wurden chaotisch, ohne vorherige Planung verlegt. Nirgendwo wurden Absperrhähne eingebaut (ausser denen an der Inneneinheit). Die Zirkulationspumpe war ziemlich neu und sollte erhalten bleiben. Statt dessen, wurde eine neue eingebaut; als wir es gemerkt haben, war die alte schon entsorgt. (Kommentar des FB: ich mache euch einen guten Preis) Das MAG und der Schlammabscheider wurden nicht an die von Viessmann vorgesehenen Stelle (zwischen Pufferspeicher und Inneneinheit) eingebaut. Kommentar FB: das ist egal. Weil wir drauf bestanden haben, wurde es (unter Murren) korrigiert. Bei der Korrektur ist rötliches Wasser ausgetreten (Kommentar FB: das ist nicht zu vermeiden), die Leitungen wurden also nicht gespült, wie im Vertrag vorgesehen, vielleicht sogar das Heizungswasser nicht ausgetauscht. Das haben wir reklamiert, der FB hat darauf alle Heizkreise gespült und neu befüllt. Der Anschluss des MAG entsprach nicht den Vorgaben des Herstellers, es wurde durch ein anderes ersetzt. Die Füllstation hatte die falsche Kartusche drin (Entkalken statt Entsalzen wie im Vertrag festgehalten; Entkalkungsanlage haben wir selbst). Der FB hat behauptet dass es sich um eine Entsalzungskartusche handelt, bis wir ihm das Foto mit dem Aufdruck auf der Kassette geschickt haben. Darauf wurde sie ausgetauscht, mit einer viel größeren, so dass kein Platz für Isolierung bleibt. Beim Anschluss des Pufferspeichers wurden die Anschlüsse vertauscht , F mit A und D mit C. So ist die Entleerung und die Entlüftung nicht möglich. (Noch nicht behoben). Es ist also alles was man sich vorstellen kann schiefgelaufen. Es hat uns viel Zeit und Nerven gekostet. Auch das Verhalten des FB war eine Zumutung. Der FB behauptet dass der Einbau dem Stand der Technik enspricht und will keine weiteren Stellungnahmen abgeben. Inzwischen hat er angekündigt für die Abnahme den "Cheftechniker" von Viessmann dazuzuholen. Da bin ich gespannt. Leider haben wir einen Großteil der Anzahlung beglichen, so daß wir dies Druckmittel nicht mehr haben. Meine Hoffnung war, Hilfe von Viessmann zu kriegen. Ich habe bei der Niederlassung in Augsburg angerufen, da wurde mir gesagt, dass ich mich an die Viessmann Community oder einen anderen Viessmann Partnerbetrieb (?) wenden soll. Darauf habe ich eine Nachricht an Viessmann Fachberatung geschickt. Da wurde mir geantwortet, dass das Problem an Customer Care weitergeleitet wurde. Da kam erstmal keine Antwort, bis ich den Customer Care noch mal direkt angeschrieben habe. Darauf habe ich die Antwort erhalten, dass ich mich an die Community wenden soll, da würden die Customer Care Agents sich drum kümmern. Ich bitte also um Stellungnahme eines Customer Care Agents . (Vor allem zu dem Aussenleitungen und zum Einbau des Pufferspeichers). Für alle anderen Kommentare bin ich auch dankbar.
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