Ich versuch´s. Hat jetzt ein paar Tage gedauert bis ich für mich für den Fall eine Lösung vorstelle. Ich kenne auch die Position aus Vermieterseite. Im Miethaus ist zur Berechnung der Größe WW Speicher die DIN 4708 anzuwenden. Die Berechnung wird der Heizungsbauer vornehmen - für Laien gibt´s einfache Infos/Videos im Netz zu finden. Wenn er es sich einfach macht sagt er bei 9 Personen werden 500-900 l empfohlen. Wenn er etwas mehr Aufwand betreibt berücksichtigt er, was auch relevant ist, nicht nur die Personenanzahl sondern die vorhandenen Zapfstellen (Bäder/Duschen). Dann hat man bei der Kaskadenaufstellung ja noch den Luxus dass sich WP 1 mit allen Leistungsreserven der WW Bereitung widmen kann ohne dass der Heizkomfort eingeschränkt ist. Das sollte dem HB bei der Berechnung des Speichervolumens auch bewusst sein. Meine persönliche Meinung: Die Personenanzahl ändert eigentlich nichts an den möglichen Zapfstellen. Es sind drei Mieteinheiten zu bedienen und die Zapfstellen vermehren sich ja nicht dadurch dass mehrere Personen drin wohnen. Entscheidend ist, dass der Nachschub in angemessener Zeit durch die WP geliefert wird. D.h. für WW muss eine ausreichende Grundtemperatur im kpl. Speicher sein - Auf Positionierung des Sensors achten - ich empfehle unten. Zum anderen die Hysterese (Differenz zwischen der Solltemperatur und an wann nachgeheizt wird) nach Nutzerzahl wählen so dass die WP rechtzeitig mit dem nachheizen beginnt bevor im Speicher die Temperatur zu niedrig ist. Meine persönliche Lösung sähe wie folgt aus. Grundsätzlich WW Speicher und Heizwasser getrennt. WW Speicher, bester Dämmstandard und großem Wärmetauscher. Volumen minimum 300l besser 400 l. (suche Vitocell - wenn´s ein Viessmann sein soll- Prospekt, da sind diverse Ausführungen aufgeführt). Berücksichtigen ob evtl. auch zu späterem Zeitpunkt Solarthermie oder PV (Heizstab im Speicher?) vorgesehen ist. -Wenn Mieträume von nur wenigen Personen bewohnt sind. Dann hält der Speicher genügend Energie bereit, dass ggf. eine einmalige Aufheizung tgl. reicht. WW Bereitung 55° - auf ECO, relativ hohe Hysterese 10 = WW Bereitung startet wenn untere Speichertemperatur bei 45° -Bei steigender Personenzahl WW Bereitung 55° - auf KOMFORT, Durchlauferhitzer für WW Betrieb freigeben, Hysterese verkleinern auf 5 so dass die WP bereitet wenn Speichertemperatur auf 50° abgesunken. Sie beginnt während der Entnahme bereits mit WW Produktion. Komfort Einstellung bedeutet WP versucht mit mehr Energieeinsatz schneller WW zu bereiten als in Eco. Wenn DLE (Durchlauferhitzer) freigegeben schaltet dieser bei Bedarf zusätzlich zu. Dabei lässt sich noch in 3 Stufen variieren wieviel Leistung dem DLE erlaubt ist. Zu den unterschiedlichen Systemen. im üblichen WW Speicher hält man das Trinkwasser in entsprechender Keime und Legionellen hemmender Temperatur bereit. Also nicht unter 55°. Das WW wird direkt aus dem Speicher so entnommen und geht in die Hausleitung. Das sich Keime im Speicher bei einem Miethaus einnisten ist meiner Meinung nach eher weniger zu erwarten da der Speicherinhalt durch Entnahme relativ häufig erneuert wird. Die größere Problematik sind selten genutzte Zapfstellen die dann auch noch Dampf verbreiten (Dusche). Im eigengenutzten Heim verfährt man idR anders, passt die Temperatur nach Bedarf und Zeit an. Und wer mag kann nach belieben die Hygienefunktion nutzen. Im Miethaus hat man weniger planbare Punkte. WW hat 24/7 mit entsprechender Temperatur bereitzustehen. Bei einem Speicher oder Kombispeicher mit Frischwasserstation wird argumentiert, dass eine Legionellenbildung verhindert wird, da, wie der Name sagt, immer Frischwasser bei Bedarf auf Temperatur gebracht wird. Ein direkter Kontakt zum Speicherinhalt - egal bei welcher Temperatur dieser liegt - findet nicht statt. Das Problem ist, das die FRIWA ja selbst kein Heisswasser erzeugt sondern über Wärmetauscher arbeitet, das eigentliche Trinkwasser wird über diesen durch den Speicherinhalt erhitzt. Das wiederum bedeutet, das die FRIWA gerade im Miethaus über entsprechende Lstg. verfügt und grundsätzlich muss im Speicher von dem die Energie abgezogen wird die Temperatur min. 5° (Viessmann selbst spricht von 10°, abhängig von der Zapfmenge) höher sein als die gewünschte Zapftemperatur weil auch der Wärmeaustausch mit Verlusten verbunden ist. Nicht mein Fall permanent ganzjährig Wasser auf ein höheres Level zu erhitzen als tatsächlich notwendig. Legionellen Bildung an selten genutzten Zapfstellen kann auch die FRIWA nicht verhindern. Nähere Infos bzgl. benötigter Speichertemperatur bei welchen Zapfmengen und Leistungsfähigkeit der FRIWA sollten im Datenblatt der FRIWA enhalten sein. Lass mal hören was dein HB dazu sagt. Und im Anhang noch die letzten Releasenotes zu Updates, betrifft teils auch Kaskade und Kommunikation. Gruß Karl
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