Hallo Flo, ich habe die Versuche weiter ausgewertet. Dabei fallen mir zwei Dinge auf: häufige Starts der elektrischen Zusatzheizung und eine scheinbare Temperaturgrenze bei ungefähr 70 °C. 1. Heizstab bei laufendem und ausgeschaltetem Verdichter Während des beobachteten Betriebs in SG-Modus 3 mit laufendem Verdichter schaltete der Heizstab wiederholt zwischen 0 und 2,664 kW. Dabei erhöhte sich auch sein Startzähler. Im anschließenden SG-Modus 4 mit 2545.0 = 0 blieb der Heizstab aus. Auch nach dem Abschalten des Verdichters und trotz weiterhin aktiver Warmwasseranforderung mit 85 °C Sollwert erfolgte keine Zuschaltung. Deshalb habe ich 2545.0 wieder auf 1 gesetzt: 21:10:17 Uhr: Wert 1 über CAN bestätigt. 21:10:55 Uhr: Heizstab startet mit 2,664 kW. Anschließend steigt die Leistung auf 5,328 und kurzzeitig 8 kW. Danach häufige Wechsel zwischen 2,664 und 5,328 kW. Bis 21:28:04 Uhr keine vollständige Abschaltung auf 0 W. Während dieses etwa 17-minütigen Laufs stieg der Heizstab-Startzähler nur von 199 auf 200. Der Verdichter blieb aus, sein Zähler unverändert bei 3.439. Mein erster Eindruck war deshalb: Bei laufendem Verdichter taktet die Zusatzheizung häufig, während sie bei ausgeschaltetem Verdichter länger durchläuft. Das ist allerdings noch kein eindeutiger Zusammenhang, weil sich auch SG-Modus und 2545.0 zwischen den Versuchen unterschieden. Zur vollständigen Einordnung: Nach dem späteren Wechsel zurück auf Modus 2 gab es nochmals drei kurze Heizstabläufe bei weiterhin ausgeschaltetem Verdichter. Der Heizstabzähler stieg dadurch auf 203. Diese Zuschaltungen erfolgten ungefähr um 21:30:26, 21:31:04 und 21:31:49 Uhr. 2. Abschaltung bei ungefähr 70 °C trotz höherem Sollwert Der Verdichter schaltete zuvor bei ungefähr folgenden Temperaturen ab: Warmwasser: 70,6 °C Vorlauf: 71,3 °C Rücklauf: 68,8 °C Der spätere reine Heizstablauf endete um 21:28:04 Uhr bei: Warmwasser: zuletzt 70,7 °C, anschließend Nachstieg auf 70,9 °C Vorlauf: ungefähr 72,7 °C Rücklauf: ungefähr 70,8 °C Zum Abschaltzeitpunkt des Heizstabs waren weiterhin SG-Modus 4, der effektive Sollwert von 85 °C und die Warmwasseranforderung aktiv. Meine externe Steuerung hatte den Lauf nicht beendet. Beide Wärmeerzeuger meldeten in den ausgelesenen Statuswerten keinen Fehler. 3. Ausgelesene Einstellungen Mein NIBE-Pufferspeicher lässt laut Hersteller maximal 85 °C zu. Deshalb habe ich die zuvor verwendeten 90 °C auf 85 °C reduziert. Die relevanten Werte sind: 504.3 – maximaler Warmwasser-Sollwert: 85 °C 3106.1 – maximale Puffertemperatur: 85 °C, ursprünglich 70 °C, zwischenzeitlich 75 °C 3106.0 – minimale Puffertemperatur: 7 °C 2545.0: aktuell 1, zum Vergleich zuvor 0 2544.0: 0 2626.0 – maximale Heizstableistung: 8 kW 2543.2 – Warmwasseranhebung in SG-Modus 3: 15 K 2543.3 – Pufferanhebung im Heizbetrieb: 10 K 2543.4 – Pufferabsenkung im Kühlbetrieb: 10 K SG-Anpassung der Raumtemperaturen: jeweils 0 K 1085.0 – Einschalthysterese Warmwasser: 6 K 1085.1 – Ausschalthysterese Warmwasser: 2,5 K 3029.0: 2, also Komfort 874.0 – Sollwert der Hygienefunktion: 70 °C Weitere CAN-Daten: DID 396: während des SG4-Tests 85 °C; nach Rückkehr in den Normalbetrieb wieder 60 °C DID 1659: während des Tests effektiver Sollwert 85 °C, Status „Hot water“ DID 1087: SetpointMaxOn = 240, SetpointMinOff = 60; diese Angaben habe ich zunächst als unveränderte Decoderwerte übernommen DID 503: Rohwert 0000 DID 2340: Rohwert fe01; die einzelnen Freigaben möchte ich daraus ohne gesicherte Dekodierung nicht ableiten Der vollständige ausgelesene Datenblock von DID 504 enthält außerdem: LowerBufferLimitTemperature: 10 MinimumBufferTemperature: 10 DefaultBufferTemperature: 50 MaximumBufferTemperature: 85 UpperBufferLimitTemperature: 95 EfficiencyLowerLimit: 0 EfficiencyUpperLimit: 60 Die 95 °C stehen dabei im Metadatenfeld für die obere Grenze; mein eingestellter Maximalwert ist 85 °C. Die Anhebung von 3106.1 von 70 auf 85 °C hat das beobachtete Abschalten bei 70,x °C bislang nicht verhindert. Der Schreibzugriff wurde über CAN angenommen und bestätigt. Meine Fragen dazu: Warum beeinflusst die Rückstellung von 2545.0 auf 1 offenbar die Heizstabfreigabe in SG-Modus 4? Können die häufigen Stufenwechsel beziehungsweise vollständigen Zuschaltungen durch die Regelung der Vorlauf-/Rücklaufspreizung entstehen? Könnte der gefundene 70-°C-Wert in 874.0 unter bestimmten Bedingungen eingreifen, obwohl der effektive Warmwassersollwert 85 °C beträgt? Gibt es eine weitere interne Temperatur-, Laufzeit- oder Einsatzgrenze, die das Abschalten bei 70,x °C erklärt? Welcher Diagnosewert zeigt den konkreten Abschalt- oder Sperrgrund von Verdichter und Heizstab? Viele Grüße Phil
... Mehr anzeigen