Hallo Klein_BA, entschuldige bitte die späte Antwort. Nein, ich bin weder Experte noch Heizungsinstallateur. Ich bin einfach nur Ingenieur und kenne mich ein bisschen mit Anlagen und Maschinen aus. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass eine Pumpe nicht unbedingt einwandfrei funktioniert, nur weil sie alt und gebraucht ist. Tatsächlich habe ich gleich zwei gekauft: eine für 20 Euro und eine für 120 Euro. Und es stellte sich heraus, dass die teure kaputt ist (lässt sich nicht steuern, läuft ständig mit Höchstgeschwindigkeit), während die für 20 Euro seit zwei Jahren Tag und Nacht wunderbar läuft. Ja, sie ist nicht so energieeffizient wie die neue, teure, aber sie funktioniert trotzdem wie erwartet. Man braucht hier also ein bisschen Glück. Der Austausch ist keine Raketenwissenschaft; man kann ihn selbst durchführen. Die Vorgehensweise habe ich hier im Forum gefunden. Etwa so (ich gebe natürlich KEINE GARANTIE auf Vollständigkeit und warne ausdrücklich von möglichen Risiken für Gesundheit, Körper und Leben). 1. Strom abschalten!!! und die Wasserzufuhr sperren. 2. Vor- und Rücklauf der Heizungsanlage absperren (hinten, auf 90 grad drehen) 3. Entleere den Heizkreislauf: Öffne am Wärmetauscher das Ventil mit dem Heizungsventilschlüssel (in meinem Fall fließt das Wasser dann durch einen dünnen Schlauch direkt in den Abfluss). Genug trockene Tücher vorbereiten. 4. Schraube die Pumpe mit dem Sechskantschlüssel ab (4 Schrauben); es tritt noch etwas Restwasser aus. Trenne die Anschlüsse. 5. Etwas Sanitärfett (online in Heizungsfachgeschäften erhältlich) auf die Gummidichtung der neuen alten Pumpe auftragen und anschrauben. Nicht zu fest anziehen – ich schätze etwa 5–6 Nm. Anschlüsse stecken. 6. Heizungsvor- und Rücklaufventil öffnen. 7. Die Wasserzufuhr öffnen. 8. den Heizkreislauf auffüllen. Bei meiner Anlage (zweistöckiges Haus) reichen etwa 1,8 bar aus. 9. die Anlage einschalten. 10. die alte/neue Pumpe muss man noch entlüften: Bei laufendem Betrieb mit einer Münze die Verschlusskappe der Rückseite abschrauben und warten, bis Wasser ohne Luftblasen austritt. Dann wieder die Kapper festanschrauben. 11. Die Dichtungen mehrmals überprüfen, um sicherzustellen, dass kein Wasser austritt. 12. den Heizkreislauf entüften: die Ventile an den Heizkörpern öffnen, und auch mehrmals das automatische Ventil oben am Heizsystem, bis die gesamte Luft entwichen ist. 13. den Heizkreislauf bei Bedarf mit Wasser noch auffüllen. Der gesamte Vorgang dauert etwa 1 Stunde. In meinem Fall ist die Pumpe nicht direkt an das Steuermodul angeschlossen, sondern über einen Energiemessgerät. So kann ich überwachen, ob die Pumpe ordnungsgemäß gesteuert wird. Diese alte Pumpe verbraucht bei der Warmwasserbereitung etwa 60–70 W und im Heizbetrieb etwa 50 W. Im Standby-Modus verbraucht sie etwa 1 W. Die neue ist viel (wirklich viel) effizienter (um den Faktor 10), aber offenbar nicht mit allen (zu alten?) Steuermodulen kompatibel. Viel Erfolg Roman
... Mehr anzeigen