Hallo zusammen, ich hoffe auf eine fachliche Einschätzung zu meiner Anlage. In meinem Einfamilienhaus (Baujahr 1979) war viele Jahre eine Viessmann Vitodens in Betrieb. Vor Kurzem wurde die Anlage um eine Vitocal als Hybridlösung erweitert. Der Altbestand besteht größtenteils aus Stahlrohren. Im Zuge der Modernisierung wurden die neuen Leitungen im Heizraum in Kupfer ausgeführt. Die Fußbodenheizung stammt noch aus dem Baujahr 1979 und besteht aus Kunststoffrohren. Nach Aussage des damaligen Installateurs der Vitodens sollen diese Rohre nicht sauerstoffdiffusionsdicht sein. Aus diesem Grund wurde vor etwa 10 Jahren eine hydraulische Systemtrennung mittels Plattenwärmetauscher zwischen Wärmeerzeuger und Fußbodenheizkreis eingebaut, um Sauerstoffeintrag und Korrosionsprobleme im restlichen Heizsystem zu vermeiden. Im Rahmen der jetzigen Modernisierung wurde diese Systemtrennung jedoch wieder entfernt, obwohl sie ursprünglich auch für die neue Anlage vorgesehen war. Nun stellt sich mir die Frage, ob dies technisch sinnvoll und mit den Empfehlungen von Viessmann vereinbar ist. Meine konkreten Fragen: Empfiehlt Viessmann bei Fußbodenheizungen aus den späten 1970er Jahren, deren Sauerstoffdichtigkeit nicht nachgewiesen werden kann, weiterhin eine Systemtrennung? Ist die Entfernung einer bestehenden Systemtrennung aus fachlicher Sicht unkritisch, wenn weiterhin Stahlrohre im System vorhanden sind? Wie bewertet Viessmann das Korrosionsrisiko bei einem Materialmix aus Stahl, Kupfer, Edelstahl, Messing, Rotguss sowie den Komponenten von Vitodens und Vitocal, wenn ein dauerhafter Sauerstoffeintrag über die Fußbodenheizung nicht ausgeschlossen werden kann? Welche Anforderungen an Heizungswasserqualität gelten in einem solchen Bestandsgebäude? Gibt es empfohlene Messungen oder Wasseranalysen, mit denen sich feststellen lässt, ob tatsächlich ein erhöhtes Korrosionsrisiko besteht? Sollte vor dem Verzicht auf eine Systemtrennung die Sauerstoffdichtigkeit der vorhandenen Fußbodenheizungsrohre nachgewiesen werden? Besonders interessieren mich Erfahrungen von Anlagenbetreibern mit ähnlichen Bestandsanlagen sowie eine Einschätzung der Viessmann-Experten, ob die aktuelle Ausführung ohne Systemtrennung dauerhaft als unkritisch angesehen werden kann oder ob zusätzliche Schutzmaßnahmen empfohlen werden. Vielen Dank im Voraus für eure Einschätzungen. Viele Grüße --Chris--
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