Hallo zusammen, ich brauche mal eure geballte Expertise zu einem Problem mit unserer neuen Vitocal 250-A, das leider direkt nach der Installation zu einem erheblichen Wasserschaden geführt hat. Im Heizraum ist ein Pressfitting im Fußbodenaufbau geplatzt, was nasse Wände und Estrich zur Folge hatte. Mir ist aufgefallen, woran es vermutlich liegt: Beim Aufheizen des Warmwassers steigt der Druck am Manometer meines Hauswasserfilters (also auf der Kaltwasserseite!) von den regulären 4 bar auf bis zu 10 bar an. Zur Installation: Der Heizungsbauer hat kein Trinkwasser-Ausdehnungsgefäß (MAG) verbaut. Es ist lediglich ein Sicherheitsventil (10 bar) und ein KFR-Ventil als Rückflussverhinderer im Kaltwasserzulauf installiert. Nachdem der Schaden auftrat, wurde das Oberteil des KFR-Ventils getauscht – der Druckanstieg auf der Kaltwasserseite bei der WW-Bereitung passiert aber kurioserweise immer noch. Da wir den Schaden im Haus haben und der Heizungsbauer sich weigert, das Problem nachhaltig zu beheben (er beruft sich darauf, dass 10 bar zulässig seien), ist die Warmwasserproduktion seit Monaten sicherheitshalber aus. Ein mittlerweile vorliegendes Sachverständigen-Gutachten sieht einen Inbetriebnahmefehler bzw. ein versagendes KFR-Ventil als Ursache. Nun möchte ich die Community um eure Einschätzung bitten: Druck im Kaltwassersystem: Ist meine Annahme korrekt, dass der Ausdehnungsdruck aus dem Speicher unter keinen Umständen bis zum Hauswasserfilter zurückdrücken darf und hier offensichtlich die Rückflussverhinderung (KFR) ihre Funktion nicht erfüllt? Dimensionierung des Sicherheitsventils: Es wurde ein 10 bar Sicherheitsventil verbaut (dieses tropft auch bei der WW-Produktion). Der Heizungsbauer sagt, 10 bar seien für den Viessmann-Speicher und die Leitungen absolut zulässig. Mir wurde von anderer Seite gesagt, dass in Einfamilienhäusern eher 6 bis maximal 8 bar gängig sind, um das Rohrnetz zu schonen. Was ist hier die Best Practice bzw. die Herstellervorgabe von Viessmann? Materialermüdung (Druckschläge): Dieser ständige Druckanstieg von 4 auf 10 bar blieb über Wochen unbemerkt. Ist es technisch plausibel, dass diese extremen Lastwechsel das Rohrsystem so stark belastet haben, dass der Fitting geplatzt ist? (Vergleichbar mit einer Büroklammer, die man durch ständiges Hin- und Herbiegen zum Brechen bringt). Gefahr von Folgeschäden: Kann ich davon ausgehen, dass das gesamte restliche Rohrleitungssystem durch diese wochenlangen Druckschwankungen nachhaltig ermüdet ist und wir potenziell mit weiteren platzenden Fittings rechnen müssen? Ich bin für jeden Ratschlag oder Erfahrungswert von euch dankbar! Viele Grüße
... Mehr anzeigen