Anlage: Vitodens 333-F WS3C 19kW mit Plattenwärmetauscher, Erdgas, Einbau 2007, Anlagenschema 2 der Serviceanleitung (ohne Sensor in hyd. Weiche), nur FBH, Wasserhärte ca. 19dH, seit 06/2019 Enthärtungsanlage und ca. 8dH. Historie: lange Leidensgeschichte von Anfang an, öfters Undichtigkeiten, defekte Sensoren, Austausch Steuerung ca. 2009, neuer Platten-Wärmetauscher zuletzt in 2018, usw. Wenige Jahre in denen wir keine Probleme hatten. Neben Fachfirmen immer wieder Nachbarschaftshilfe durch einen Heizungsbauer der Erbarmen mit unserem Elend hatte. Irgendwie konnte die Anlage immer wieder zum Laufen gebracht werden. Aktuelle Situation: Seit Anfang des Jahres sich häufende Fehler F9, durch Reset zu beseitigen, bis im September gar nichts mehr ging. Dann professionelle Reinigung und Wartung mit Austausch beider Elektroden durch Fachbetrieb. Danach lief die Anlage ohne jegliche Störung von Ende September bis Anfang Dezember. Dann fing das Elend an. Problem: Die Anlage zeigt immer wieder den Fehler Eb und geht nur sporadisch in einen stabilen Heizbetrieb. Warmwasser wird erzeugt und der Schornsteinfeger Modus läuft ohne Auffälligkeiten. Symptome: Im Heizbetrieb startet die Anlage das Gebläse und den Brenner. Die Kessel-Temperatur knallt dann laut Anzeige innerhalb von ca. 3 bis 4 Sekunden um genau 6 Grad hoch. Es wird dann direkt der Brenner wieder abgeschaltet. Die Anlage kühlt immer weiter aus. Einige Minuten später wird der nächste Versuch gestartet. Geschätzt bei einem von zehn Starts scheint der Brenner mit einer niedrigeren Leistung anzulaufen mit langsamerem Temperaturanstieg und die Anlage findet für einige Minuten, bis zu einer Warmwasseranforderung oder dem Überschreiten der Sollwerttemperatur, in einen stabilen Heizbetrieb. Die angezeigten Temperaturwerte scheinen zu stimmen und werden auch von dem Thermometer an der hydraulischen Weiche in ungefähr bestätigt. Die Kesselpumpe ist, auch bei niedrigen Kesseltemperaturen, für mein Empfinden sehr heiß. An den Einstellungen am Heizkreis, der Temperaturkurve oder ähnlichem wurden seit Jahren keine Änderung von mir vorgenommen. Lediglich an der max. Heizleistung habe ich jetzt testweise Anpassungen vorgenommen (von 0% bis 100%), die keine Änderung an den Symptomen brachte. Aktuell steht sie auf 5%. Erklärungsversuche meinerseits: Soweit ich das verstehe will die Anlage im Heizbetrieb eine „kleine“ Kalibrierung vornehmen (im Unterschied zu einer „großen“ manuellen Kalibrierung). Einem amerikanischen Erklär-Video zu den Fehlern EE und Eb der Firma Viessmann entnehme ich, dass die Anlage dann mit ca. 55% der max. Heizleistung startet. Der Temperaturanstieg scheint nun aber zu schnell zu gehen und eine interne Logik schaltet den Brenner ab. Bei einigen Starts (Regel mir unbekannt, verglichen mit den Fehlstarts selten) scheint die Anlage keine Kalibrierung zu versuchen und startet dann mit reduzierter Leistung und findet in einen stabilen Heizbetrieb. In unregelmäßigen Abständen (anfangs meistens nach der Nachtabsenkung, mittlerweile mehrmals täglich) dann Fehler Eb. Irgendwie wird wohl die Wärme bei der Kalibrierung nicht schnell genug abgeführt oder die Anlage glaubt das zumindest. Lösungsversuche: die beauftrage Fachfirma, die vor 8 Wochen die Wartung durchgeführt hat und die ich für durchaus kompetent halte, schloss Luft in der Anlage als Ursache aus. Auch die Sensoren (Temperatur- als auch Fluss-Sensor) wurden ebenfalls als Ursache ausgeschlossen. Ein Reset der Steuerung auf Werkseinstellungen wurde durchgeführt. Die Abgasanlage wurde vor kurzem durch einen Schorni geprüft. Keine Beanstandung. Ein raumluftabhängiger Betrieb zeigte keine Besserung. Die Fachfirma hat als Lösungsversuch die Drehzahl der internen Pumpe auf min. 80% und max. 100% gesetzt um Probleme (Alterung, Schlamm,?) mit der Pumpe auszuschließen. Keine Besserung. Weiteres Vorgehen offen. Vermutlicher Ansatz: Wahlloses Tauschen von Teilen, trial and error mit drohenden unverhältnismäßigen Kosten. Allgemeine Bemerkungen: Ich habe nun schon Stunden vor der Heizung als auch im Internet verbracht. Ich habe viele Beschreibungen von Eb-Fehlern gefunden. Threads mit teilweise über 100 Beiträgen. Aber nicht einen einzigen, der beschreibt, wie der Fehler erfolgreich beseitigt wurde. Es zeigt mir aber, dass es sich bei unserem Problem nicht um einen Einzelfall handelt. Die Fachfirmen scheinen keine Anleitung von Viessmann zu haben, welche Ursachen in welcher Häufigkeit zu dem Fehler führen, so dass man diese systematisch abarbeiten kann. Und mit Verlaub: die Ersatzteilpreise sind unverschämt (liebes Viessmann Team: 600€ für die interne Pumpe, 1000€ für die Steuerung, nur Material, Euer Ernst?). Was ich über die Kosten für einen Besuch eines Viessmann-Technikers denke, wage ich hier nicht zu schreiben. Meine Erlebnisse damit zu beschreiben erspare ich mir ebenso. Und liebes Viessmann-Team: ich weiß, es ist immer der Kunde Schuld oder die Umstände (im Zweifel immer das harte Wasser), nie die Technik des „Mercedes“ unter den Heizungen. Spart Euch die Zeit. Bitte konstruktive Vorschläge. Meine Bitte: Vielleicht weiß ja sonst jemand einen Rat und kann von einer erfolgreichen Lösung bei einem Eb-Fehler berichten. Vielen Dank dafür schon mal in Voraus. Bin für jeden Strohhalm dankbar. Damit wir zumindest irgendwie noch über den Winter kommen.
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