Hallo,
angefangen hat es damit, dass der Aschebehälter voll war und gelehrt wurde.
Nach dem Tausch ging die Heizung mit 02 mehrmals hintereinander in Störung(Fehler 93) Die Wartung wäre erst im Sommer fällig. Der Monteur kam vorbei, reinigte das nötigste (Brennraum und Lamdasonde gereinigt). Die Antriebskette für die Pellettsförderung war nach seiner Meinung etwas zu locker.
Dann lief die Heizung drei Tage, danach immer wieder Störung 93, wurde quittiert, dann lief sie einen Tag. Der Fehler tritt immer wieder auf in Intervallen von zwei Stunden bis hin zu vier Tagen. Nun wurde der Kessel kpl. gereinigt (wie im Viessmann Handbuch beschrieben, mit Wirbulatoren raus usw). Heizung springt an lief wieder drei Tage dann Fehler 93. Jetzt wurde die Lambdasonde getauscht. Heizung lief eine halbe Stunde wieder Fehler 93. Ab und zu sind umverbrannte Pellets im Aschebehälter aber auch richtig gut verbrannte Asche. Fehler tritt unregelmäßig immer wieder auf (93). Die Anlage wurde auf Undichtigkeit geprüft, dabei hat der nette Monteur eine Schraube vom Deckel des Brennraums abgerissen, da wurde dann eine Lösung gefunden. Also Dicht sollte der Kessel sein, alle Dichtungen sehen gut aus. Über einen Lösungsansatz würde ich mich sehr freuen.
Hallo,
betreibe diesen Kessel auch. Ein Hauptverschleißteil ist meiner Meinung nach das Lager des Einschubmotors. Dieses wird so stark abgerieben, das der Motor manchmal es nicht mehr schafft im gefordertem Tackt zu drehen, die Antriebswelle verklemmt in den 2 Lagern. Es tritt genau dein Fehler auf. Durch die ungenügende Förderung von Pellets wird die Verbrennung schlecht, die Werte stimmen nicht, weil die Lambdasonde ist garantiert heil gewesen!, und der Kessel geht auf Störung weil die gesetzlichen / und auch aus Kesselsteuerungstechnischen geforderten Abgaswerte nicht eingehalten werden.
Diese beiden Lager sind ein Ersatzteil, welches du im Netz findest(für ca. 50€, immer noch frech teuer für 2 Eisensinter-Gleitlager, aber ok(es sind noch 2 Scheibchen und ein neuer Sprengring dabei)). Kann dein Monteur oder vielleicht du selbst dieses Lager tauschen? Ansonsten kann man auch den ganzen Einschubmotor neu als Ersatzteil beziehen(300-400€), dann sind es nur 4 Schrauben und ein Stecker den man nicht falsch einstecken kann...
Ich würde wetten, da liegt dein Problem. Den Brennraum und die Entaschungsschnecken und den Lüfterraum würde ich noch einmal reinigen in dem Moment wo man den Motor tauscht, weil durch die unsaubere Verbrennung entsteht sehr viel Flugasche, viel mehr als im funktionierendem Lastbetrieb.
Würde sogar mal blind aus der ferne vermuten das, als es Anfing...also als der Aschkasten geleert wurde, war dieser überhaupt richtig voll? Ich vermute nein, denn der Aschkasten hat gar keinen Sensor oder so, auch die Meldung "Aschekasten entleeren" entstammte schon aus der unsauberen Verbrennung und der damit herumfliegenden "Asche", sie geht in diesem Zusammenhang einher mit der Meldung o2 Überschreitung. Also..zu 99,9% der Einschub ist das Problem und da zu 99,9% die Bund-Gleitlager und nicht der Motor selbst.
Ersatzteil Nr. Gleitlager: Viessmann 7844404
Nr. Einschubmotor im ganzen: Viessmann 7840211
dein Monteur meinte ja wohl auch die Antriebskette säße etwas locker..hat er den Einschubmotor(dieser sitzt auf Langlochschlitzten und kann durch einfaches anlösen der 4 Schrauben verschoben werden, dadurch spannt er die kette) vielleicht etwas nachgespannt und vielleicht Fett oder Öl dazu gegeben? Dies kann erstmal ein behelfsmäßiger Lösungsansatz sein, bis das neue Lager/der neue Motor da sind...die Welle des Einschubmotors, da wo die Welle im Lager verschwindet mit Sprühfett einsprühen(ruhig ordentlich). Vielleicht läuft der Kessel dann sogar wieder Störungsfrei für ein paar Wochen...
und noch etwas, auch der unregelmäßige Abstand in der die Störungen auftreten(Stunden oder Tage) sprechen für den Fehler am Einschubmotor. Die Lasten die dieser zu bewältigen hat, Pellets und Staub durch die Zellradschleuse am Boden des Tagesbehälters zu quetschen sind unterschiedlich. Steht mal ein Pellet über, muss der Motor die Kraft aufbringen diesen zu brechen/schneiden. Sind die Lager schon ausgeschlagen, bleibt die Motorwelle bei zu viel Last einfach stecken(verkantet sich im eigenen Lager). Es muss also nicht, kann aber jederzeit passieren. An anderer Stelle kann es auch zum Fehler "Anheizen wiederholen"(oder ähnlich) führen, weil der Einschubmotor gleich zum Kesselstart(hier geht die Steuerung ja sogar einmal kurz über die Codieradresse 15 hinweg und schiebt(oder versucht es zumindest) mit 100% Takt Pellets nach) streikt und einfach kein Material zum Anheizen da ist. Wenn der Kessel erst einmal brennt und dann streikt der Einschubmotor, bleibt dem Kessel wenig als eine o2 Überschreitung zu melden..den das Feuer wird kleiner obwohl Regler, Klappen und Lüftung es größer machen wollen..aber..es ist kein Material da.
Ja, das klingt plausibel. Ich denke am Wochenende werden wir das Lager zerlegen.
Macht es Sinn so ein Gleitlager gegen ein gekapseltes Kugellager mit einem Lagerblock zu tauschen?
Gibt es da Erfahrungswerte? Auf der anderen Seite ist die Pelletsheizung jetzt 9 Jahr alt und wenn das dann wieder so lang hält wäre es auch gut.
Auf alle Fälle vielen Dank für die netten Rückmeldungen.
man würde sich fast wünschen der Motor würde einfach garnicht mehr gehen, denn dann würde man eher drauf kommen. Den Gefallen tut einem der Motor nicht 😉 er will einfach arbeiten(aber deswegen können auch ein paar Spritzer Fett wunder bewirken) Ich weiß wovon ich spreche 🙂 Verkünde das auch hier noch einmal, diese Lager sind Verschleißteil und Übeltäter NR.1. Den Ausbrand sollte man natürlich auch grundsätzlich im Auge behalten, aber der beschert einem keine Störungen(es sei denn er zerfällt schon in die Brennkammer).
EDIT: Das "Gemeine" ist, wenn der Kessel dann auf Störung geht..liegt keine Last mehr am Motor, dieser"entspannt" sich und die "Verkantung" löst sich wieder...bis es das nächste mal passiert(Stunden oder Tage)..
Geben sie ordentlich Sprühfett an die Welle des Motors, von vorne(wo das Ritzel die Kette antreibt) und auch von hinten(die welle geht durch das Flachriemengehäuse des Motors durch!daher 2 Lager!) und bauen Sie den Motor erst auseinander wenn die Ersatzgleitlager da sind. Vermutlich ist unter der Welle wo die Kette angetrieben wird auch schon ein Häufchen Silberstaub(es sei denn der Monteur hat es entfernt) das ist das abgeriebene Lager. Wenn der Kessel gerade pausiert, kann man ein wenig an der Welle ruckeln und von allen Seiten Fett "dazwischen" bekommen, so kann man heizen bis die Teile da sind. Ich würde ein gleichwertiges Lager nehmen, es ist die "Sollbruchstelle" und schützt somit die anderen Komponenten. Wie gesagt entweder die Viessmann Original Variante oder ein ähnliches Eisen-Sinterlager. Ist wohl Innendurchmesser 16mm, Außendurchmesser 20mm, Bunddurchmesser 22mm(daher leider irgendwie kein Din Maß, diese sind hier 24), Bundstärke 2mm und Gesamtlänge 10 oder 11 mm
Die Lager sitzen sehr fest in dem Gehäuse und man braucht das richtige Werkzeug um sie heil einzusetzen, mit etwas Geschick aber machbar. Zum Beispiel mit guten Zwischenlagen aus Holz im Schraubstock. Bloß nicht mit dem Hammer einschlagen oder so.
ja, machen wir. vielen Dank. Melde mich dann ob es gut geklappt hat.😃
Mache da doch nochmal einen eigenen Kommentar draus, vielleicht kann das anderen helfen.
Also, das "Gemeine" ist, wenn der Kessel dann auf Störung geht..liegt keine Last mehr am Einschubmotor, dieser"entspannt" sich und die "Verkantung" löst sich wieder...bis es das nächste mal passiert(Stunden,Tage oder Wochen)..leider aber gibt es keine Störungsmeldung die direkt auf diese "Verkantung"(den Streik des Einschubmotors) hinweist. Da diese Lager schleichend abnutzen und die Lasten an der Zellradschleuse sehr unterschiedlich sein können, kann es sein das in das in Heizsaison X1 irgendwie 2 mal eine Störung auftritt, in Saison X2 dann 4 mal, bis es in Saison X3 so "oft" wird das man beginnt zu handeln überhaupt. Jetzt wieder die Störungsmeldungen(es gibt ja keine die direkt auf den Einschubmotorstreik hindeuten), also werden im Endeffekt recht viele(..zumal diese in der Vitoligno Gemeinde häufig auftreten) Störungen wie "O2 Überschreitung Fehler 93" , "Aschkasten entleeren Fehler A6" oder "Anheizen wiederholen"(oder ähnlich, finde Fehlercode gerade nicht) im Endeffekt auf die halt ,stück für stück ihren Dienst versagenden, Gleitlager am Einschubmotor zurückzuführen sein.
Auch kann der simple Fakt das der in Codierebene 1 eingestellte Wert in CA 15(Einschubschnecke Takt Maximal)(--sollte besser heißen Einschubmotor Takt Maximal--) einfach zu klein gewählt ist(würde mindestens 75%-80% empfehlen) schon dazu führen das doch mal die Störung O2 Überschreitung auftaucht weil hier eine "künstliche" Drosselung(wenn CA 15 zu klein gewählt) dazu führt das nicht genug Material da ist, der Kessel abervielleicht "höher hinaus" möchte und somit hier und da mal zu lange zuviel O2 an der Lambdasonde ankommt.
In diesem Zusammenhang(häufige O2 Überschreitung) auch dringend mal den Zugbegrenzer(eine Pendelklappe an der Abgas-Abführung/Schornstein) auf Gängigkeit prüfen(sollte in diesem Falle nicht "zu" sein, er muss sich leicht öffnen lassen um den Zug(der auf den Kessel wirkt) begrenzen zu können, das wirkt auch einer O2 Überschreitung entgegen und führt grundsätzlich zu einer effizienteren Verbrennung.
kurzes Update.
Ersatzteil ist angekommen und soll lt. meinem Kessel Vitoligno 300 C Nr 7537381 das richtige sein. Nach dem Ausbau haben wir jetzt allerdings festgestellt, dass das ausgebaute Lager aus Sinterbronze ist und folgende Durchmesser hat: Innendurchmesser von 16 mm, Außendurchmesser 20 mm, Außendurchmesser vom Kranz beträgt 22,5 cm, Länge der Hülse 10,5 mm und die Dicke vom Flansch 2,6 mm.
Das gelieferte Ersatzteil mit der Materialnummer 7844404 ist aus Kunststoff und hat folgende Durchmesser:
Innendurchmesser von 18,2 mm, Außendurchmesser 20,2 mm, Außendurchmesser Kranz beträgt 25,8 mm und die Dicke vom Flansch 1mm.
Ich hatte mit dem Lieferanten gesprochen, er meinte dann ich soll doch die ganze Einheit bestellen die würde auf alle Fälle passen. Von Viessmann bekommt man leider keine Aussage warum das Teil andere Maße hat. Anbei mal ein Foto. Irgendeine Idee?
Hallo, ja so ein Mist. Die alten Lager sind ja deutlich aus Eisen-Sinter, welches größere Lasten verträgt als Sinterbronze. Kessel Vitoligno 300 C Nr 7537381, den Kessel habe ich auch. Müsste oben genannter Einschub-Motor, mit dazugehörigen Lagern sein. Würde jetzt die Bronze nehmen, aber der zu große Innendurchmesser von 18mm wird nicht funktionieren..soweit sind ja nicht mal die alten ausgeschlagen...Weiß nicht ob Sie diese nun irgendwo anders schnell beziehen können aber ich habe ein DIN Eisen-Sinterlager(gleich 6 Stück oder so) mit den Maßen Innen 16mm, Außen 20mm, Bundstärke 2mm, Bundaußendurchmesser 24mm bezogen, hier habe ich dann den Bundaußendurchmesser auf etwa 22mm runtergeschliffen(dieses Maß ist wie Sie nun ja sehen) nicht unbedingt Millimetergenau entscheidend(Hauptsache es bleibt ein "Anschlag". Länge war glaube ich 16mm, vorne(zur Kette) habe ich einfach die 16mm belassen, hinten(durch den Motor durch) habe ich die 16mm nach dem einlassen in das Gehäuse gekürzt(hier guckt die welle ja nicht außen über) und ich wollte sichergehen das das abgeriebene Material das entsteht auch ausgetragen wird, nicht das sich die Welle hinten "eingräbt). Gibt da so ein paar Eisen-Sinter Bund-Gleitlager Shops/Herrsteller im Netz. die Original Plättchen würde ich wieder benutzen und gegebenenfalls dann(wegen Bundstärke 2,6mm zu 2mm) noch jeweils eines dazu packen...Überprüfen Sie noch einmal die Nr. der gelieferten Ersatzteil-Lager(ich vermute diese(gelieferten) Lager sind für den etwas größeren Einschubmotor ab 18 kw(wobei mich wundert das dort dann sinterbronze genutzt wird. Wo kommen Sie her? Habe noch 2 solcher Lager liegen.
absoluter Notfall-Tipp(damit es nicht zu kalt wird), die alten Lager verdreht zur Abnutzung wieder einsetzten und gut fetten. Das heißt vorne an der Kette muss der noch breitere Teil des Lagers "oben" sein und hinten zum Kessel, der breitere teil des Lagers "unten"..
Hallo,
die Ersatzteile sind direkt von Viessmann geliefert worden. Wir haben gestern die gleiche Idee gehabt und nochmal schnell welche bestellt, müssen diese auch runterschleifen, bin gespannt ob das gut geht.
Die Ersatzteile von Viessmann sind nicht aus Sinterbronze sonder aus Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt (ich habe mal in einer Kunststoffbude gearbeitet). Die Aussage vom Händler, von dem ich die Ersatzteile bezogen habe, war dann kauf doch die ganze Einheit. Aber alles andere sieht echt gut aus, es sind wie Sie es erwartet und mit mitgeteilt haben die Lager die sich ungleich abgenutzt haben.
Viele Grüße
Ja, gut. Habe es an einem Bandschleifer mit Tisch recht schnell erledigt, das runterschleifen auf Bundurchmesser 22mm. Viel Erfolg. Falls Sie fragen zu Kessel/Puffereinstellungen bzw. Codierungen haben, gerne nachfragen, bin da gerade voll im Thema.;)
Anbei noch eine Skizze zur Kettenspannung und Drehmomenten( diese gelten aber für Schrauben die garnicht bedient werden müssen hier). Am Metallblock zur Einschubschnecke ist ja eine Gewindeschraube noch eingeschraubt, durch die man den Motor "abdrückt" sozusagen(indem man diese rausdreht) und damit die Kette spannt. Ist die erforderliche Spannung der Kette erreicht, zieht man die auf Schlitzen sitzenden 4 Schrauben von "vorne" fest(welche man vorher zwar schon eingeschraubt hat, aber eben noch nicht ganz fest). Man kann diese Sechskant-Schraube(hinten) im Endeffekt mit der Hand bedienen(weniger fummelig als da den Schlüssel anzusetzen) und ich würde Sie zum Einsetzten des Motors etwas reindrehen erst, das erleichtert das einfädeln des Motorritzels in die Kette.
wenn man da jetzt mal überlegt, wieviele von diesen offensichtlich extrem robusten, Motoren..oder halt ja sogar Lambdasonden oder Zündelemente die eigentlich funktionierten auf dem Schrott gelandet sind wegen 2 Bund-Gleitlagern die einem Wert von ca 1,50€ das Stück oder so haben...;-)
Hallo,
unsere Heizung läuft wieder, wir haben das Gleitlager mit Schrauben und Muttern auf eine Bohrmaschine gespannt und dann mit der Flex den Bund passend untergeschliffen. Das Gleitlager hat bei einem großen Versandhändler 7,99 Euro gekostet. Sind super glücklich, dass Sie uns den Tip gegeben hast, wir wären nie auf den Fehler gekommen. Die SHK Fachkraft hätte den Fehler bestimmt auch nie gefunden obwohl man den Abrieb unterhalb des einen Gleitlager gesehen hat. Auf alle Fälle haben Sie uns eine Menge Geld gespart, vielen Dank dafür.
Ich hätte aber noch eine Frag, die Welle vom Gleitlager ist hat leichte Riefen und müsste wahrscheinlich auch irgendwann in Zukunft ersetzt werden, wissen Sie ob es die einzeln zu bestellen gibt?
Dank und Viele Grüße
Toll, das freut mich! Und zumal der Außenbunddurchmesser wirklich nicht so entscheidend ist, muss man sich da nur zu helfen wissen.
Ja bei meiner Welle auch schon etwas Abrieb zu erkennen.Hmm, denke einzeln bekommt man dieses spezielle Teil nicht. Entweder darauf hoffen das der Kessel noch lange hält und einfach mal noch einen Ersatzeinschubmotor hinlegen(wer weiß, wie lange es diese noch zu beziehen gibt). Oder(und) ein paar Gleitlager bereit legen und einfach turnusmäßig alle 2-3 Jahre bei der Wartung tauschen.(Mein Kessel ist ebenfalls im 9ten Winter(45TonnenPellets) und ich hatte das Problem mit den Lagern jetzt schon das 2 mal(relativ genau 2x4,5(22,5 TonnenPellets) Jahre haben sie nur gehalten), ihre Lager haben also lange mitgemacht)
Ich würde ja mal ganz doof den Monteur fragen ob die Lambdasonde da noch irgendwo rumschwirrt..kann man sich ja auch als Ersatzteil hinlegen..die war vermutlich ja noch heile.