@VitocalA19 schrieb: Dennoch, ich habe die geräuschreduzierende Funktion weiterhin reduziert, die Anlage ist bei 16 C die Nacht durchgelaufen, ab 5 Uhr auf 20 C, die Vorlauftemperatur will einfach nicht über 35C, d.h. die Räume erreichen nicht SOLL, diesen Mangel hatte ich noch nie, auch nicht bei tieferen AT, leider .... Hallo Gerhard, hattest du die Geräuschreduzierung von "maximal" auf "geringfügig" reduziert oder komplett ausgeschaltet? Um den Strombedarf zu senken sollte der geräuschreduzierte Modus eigentlich nicht nötig sein. Die Regelung sollte nur genau dann über die COP-optimale Nennleistung hinaus gehen, wenn es wirklich nötig ist. Leider hat Viessmann dies für Anlagen mit Heizungswasserpuffer in den letzten Softwareversionen nicht gut gelöst, und dadurch kam es für viele Anlagen (so auch für meine) unter bestimmten Bedingungen immer wieder zu überschießender Leistungsabgabe und oft zu anschließendem Takten. Manche Anlagenbesitzer haben dann temporär ihre Temperaturfühler am Puffer versetzt. Andere haben den Außentemperaturfühler manipuliert. Einige haben die in den letzten Softwareversionen mögliche elektrische Leistungsbegrenzung genutzt. Und viele nutzen die Geräuschreduzierung als Krücke. Bei meiner A10 führt die Geräuschreduzierung zu einer Drehzahlobergrenze des Verdichters von 50 Hz. Bei dieser Drehzahl leistet die Anlage um den Gefrierpunkt herum knapp 7kW. Ohne die Geräuschreduzierung läuft der Verdichter bis 85 Hz hoch, und die Leistung um den Gefrierpunkt herum steigt auf so 11 kW. Ich kann das durch Messwerte aus meiner Datenbank belegen, in der ich alle 10 Sekunden die Betriebszustände aufzeichne. Hier der 26.12., wo ich um 10:20 die Geräuschreduzierung ausgeschaltet habe: Wenn ich mir in den Planungsunterlagen das Leistungsdiagramm meiner A10 anschaue, dann liege ich mit diesen geräuschreduzierten 7kW bei 0°C und 35°C VLT ungefähr auf der Nennleistungskurve, und mit den 11kW an oberen Rand der bei 0°C möglichen Leistung. Bei deiner A19 zeigt das Leistungsdiagramm der Planungsunterlagen, dass die Nennleistung bei 0°C bei etwa 8,5kW liegt, und die Maximalleistung bei 13kW: Also angenommen, die Geräuschreduzierung würde deine A19 bei 0°C Außentemperatur auch auf die Nennleistung von 8,5kW drosseln, und angenommen, deine Heizlastberechnung ist korrekt und dein Haus bräuchte bei 0°C 10kW Leistung, dann würde die überdimensionierte aber geräuschreduzierte A19 bei 0°C für dein Haus von der Leistung her nicht ausreichen. Ich kann dir auch nur raten, die Geräuschreduzierung für die nächsten Tage mit Außentemperaturen unter 5°C komplett auszuschalten, und das Verhalten deiner Anlage über einige Tage zu beobachten. Sollte es draußen wieder wärmer werden, und die Takterei dann wieder beginnen, kannst du die Geräuschreduzierung dann ja wieder reaktivieren. Du solltest auch die Nachtabsenkung überdenken. Wenn dein Haus wie berechnet eine spezifische Heizlast von 500W/K hat, also bei 0°C 10kW Heizlast, und sich die Wärmepumpe nachts für 6 Stunden ausschaltet und die Wohnräume in diesen 6 Stunden auf vielleicht 18°C herunterkühlen, dann sparst du zwar 6h * 1K * 500W = 3kWh thermisch. Du sammelst in dieser Zeit aber im Haus ein thermisches Defizit von 6h * 10kW = 60kWh an, welches die Wärmepumpe tagsüber über die 10kW Heizlast hinaus wieder auffüllen muss. Und wenn sie nur 13kW Maximalleistung bei 0°C hat, dann dauert das 20 Stunden, also länger als sie bis zur nächsten Nacht überhaupt hat. UND bei Maximalleistung arbeitet die Wärmepumpe mit schlechterem COP als bei Nennleistung, und damit machst du dir den Spareffekt der Nachtabsenkung völlig zunichte. LG, Sebastian
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