Hallo, wir haben seit dem Sommer eine Vitocal 250a- A08 in Betrieb und bei niedrigen Außentemperaturen von unter -3 Grad das Problem, das Teile des Hauses nicht ausreichend warm werden. Kurz die Fakten: Das Haus von 1996 steht in Berlin, ca. 200qm beheizte Fläche und Sanierungstand entsprechend Baujahr. Anlage: Vitocal 250a-A08 ohne Heizungs-Pufferspreicher, WW-Speicher mit 200l. Es gibt zwei Heizkreise. Einen für FBH im EG und einen für die Heizkörper im Keller und Dachgeschoss. Die gewünschten Raumtemperaturen liegen bei 22-23 Grad. Keine Nachtabsenkung. Durch einen Energieberater wurde ein Heizlast von 9,8 kW berechnet. Der Heizungsbauer hat vor Einbau von mir einen "Heiz.report" ausfüllen lassen u.a. für den hydraulischen Abgleich. Inwiefern der dann korrekt gemacht wurde weiß ich nicht. Es wurde an den Heizkörpern an den Ventilen jedenfalls was eingestellt. Welche Heizlast sich aus dem Heiz.report ergab, weiß ich nicht. Der vorherige Gas-Verbrauch war so absurd niedrig, dass sich daraus eine Heizlast von 3 kW ergeben hätte und daher außer Acht gelassen wurde. Mir wurde gesagt, dass die A08 passen müsste. Nun zu meinem Problem: Ab Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt läuft die Anlage faktisch die ganze Zeit Volllast und der Verdichter mit 100%. Die gewünschten Raumtemperaturen in OG und Keller werden gerade so erreicht. Die Bereiche mit FBH sind kein Problem. Wenn es jedoch kälter wird, so wie Anfang Januar, erreicht die Anlage die für die Heizkörper benötigte Vorlauftemperatur von 45°C bei -5°C AT nicht und erst recht nicht die 50°C bei -10°C AT. Mehr als kurzzeitig 43 Grad unter Zuhilfenahme des Durchlauferhitzers (DLH) sind nicht drin. Minuten später beginnt dann auch schon der nächste Abtauvorgang (so ca. alle 70-90 min) und die Anlage fängt wieder an sich ganz langsam von 33°C Vorlauf hochzuarbeiten. Vor der nachträglichen Aktivierung Heizstabes durch den Heizungsbauer lag die erreichte VL-Temperatur bei -5°C AT sogar nur bei max. 38°C. So werden die Räume natürlich nicht warm und die Temperatur verharrt teilweise bei 18-19°. Lediglich im Bad wird es aufgrund des verhältnismäßig großen Heizkörpers mit 21-22° passabel, aber eigentlich auch nicht ausreichend warm. Das Delta zwischen Vor- und Rücklauf liegt in der Regel so bei 3,5 - 4 K. Der Volumenstrom liegt bei 1570 l/h im Heizbetrieb. Dadurch, dass die Anlage ständig Vollast läuft, habe ich Bedenken hinsichtlich der Haltbarkeit der Anlage und außerdem ist der Stromverbrauch natürlich unerfreulich hoch. Ganz abgesehen von der ständigen Nutzung des DLH, die an einigen Tagen bis zu 30% des Stromverbrauchs ausmacht. Im Januar liegt die Nutzung des DLH bei 14% des gesamten Stromverbrauchs von schon 1150 kWh. Und trotzdem wird das Haus halt nicht warm. Das ist insgesamt sehr unbefriedigend. Nun meine Fragen: Ist die Anlage möglicherweise zu klein dimensioniert? Würde es helfen die Heizkörper im OG erheblich zu vergrößern, damit die VL-Temp zu senken und so die Räume trotzdem warm zu kriegen oder würde dann einfach nicht einmal diese VL-Temp erreicht? Was könnte noch helfen? Danke
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