Hallo zusammen,
Bei uns steht eine Erneuerung der WP an, es soll eine Vitocal 150 A10 werden. Auf dem Dach ist eine sehr grosszügig dimensionierte PV Anlage welche auch im tiefsten Winter genug elektrische Leistung liefert um die WP zu betreiben. Mit der A10 wurde eine etwas zu leistungsfähige WP ausgewählt um genug Leistungsreserven zu haben für das PV Überschussladen.
Die Steuerung der Anlage wird aufgrund der vielen "nicht standard" Komponenten durch eine freiprogrammierbare Steuerung erfolgen. Nun ist das Problem, dass es weder über Viessmann API noch über das Wago Gateway möglich ist, die Leistung der Wärmepumpe direkt zu beeinflussen. Über das anpassen von Solltemperaturen kann dies indirekt erfolgen. Ich gehe aber davon aus, dass es sehr unhandlich sein wird so der PV Leistungskurve zu folgen. Um thermische Energie im Gebäude zu speichern mag das ausreichend sein, zum geschichteten Beladen eines Speichers ist das aber eher ungeeignet.
Um dieses Problem zu umgehen habe ich mir einen ähnlichen Ansatz wie das interne 4/3 Wege Ventil überlegt. Mit einem externen Mischer zwischen Vor- und Rücklauf der Wärmepumpe könnte die Wärmeentnahme auf Hydraulikseite gesteuert werden (variabler "hydraulischer Kurzschluss") und so die WP zur Modulation "gezwungen" werden. Die WP würde eine Konstante Vorlauftemperatur halten und durch schliessen/öffnen des Mischers kann die effektiv entnommene Leistung variiert werden.
Vorteile:
Hat jemand schon Erfahrungen mit einer solchen Konstellation?
Verstehe ich das richtig, dass die WP im worstcase unter zuhilfnahme des Durchlauferhitzers abtaut?
(vollständiger hydraulischer Kurzschluss von Vor-/Rücklauf) Das würde aber nicht zu einer Beschädigung der WP führen (Heizkreis mit Thermostat und Bypass wäre ja eine ähnliche Konstellation)
Relativ einfach umsetzbar wäre die Leistungsreduzierung nach §14a zu nutzen. Damit kannst du zumindest ein Limit von 4,2kW vorgeben, was dir evtl. schon reicht. Das soll ja inzwischen funktionieren.
Andererseits kannst du über die Reduktion des Volumenstroms auch die thermische Leistung reduzieren und die Modulation erzwingen.
Zur Abtauung kann der Zusatzheizer nur durch Abklemmen deaktiviert werden. Über Parameter geht es nur für Heizen und WW-Bereitung.
Erst mal Danke für deinen Input
Mit Leistungsreduzierung nach §14a, meinst du da die Leistungsreduzierung welche der Netzbetreiber vorgeben kann? Würde vermutlich zum selben Resultat führen wie Vorlauftemperatur reduzieren, was ich eigentlich vermeiden möchte, da die Umwälzpumpe, soweit ich weiss, mit konstanter Drehzahl läuft (welche durch den Servicetechniker eingestellt wird). Über das Wago Gateway kann diese Drehzahlvorgabe nicht beeinflusst werden, nur ausgelesen.
Entsprechend müsste ein externen Widerstand verwendet werden, was mir eher unschön erscheint (grosse Spreizung über dem Verflüssiger) und ähnlich aufwendig ist wie das Einbauen eines Mischers.
Oder übersehe ich hier etwas?
Beim Abtauen geht es mir mehr darum, ob das ggf. zu Problemen führen könnte wenn der externe Mischer die WP kurzschliesst. Habe das aber grad nochmal nachgeschlagen, da scheint wirklich immer nur der interne Pufferspeichver mit Durchlauferhitzer verwendet zu werden. Da hat der externe Mischer also gar keinen Einfluss.
Da bei mir der Netzbetreiber §14a noch nicht umgesetzt hat, kann ich nicht sagen, wie es genau erfolgt. Ich vermute aber eher, dass die Verdichterdrehzahl gedeckelt und das gleichzeitige Zuschalten des Heizstabes verhindert wird. Damit kann die VLT aufgrund fehlender thermischer Leistung natürlich sinken, aber ich glaube nicht, dass es indirekt und andersherum geregelt wird. Das würden die Netzbetreiber sicher nicht akzeptieren.
Die Drehzahl der HK-Pumpe wird PWM gesteuert, deren Wert du per Parameter setzen kannst. Von einem direkten Eingreifen per HW in das PWM-Signal würde ich aber eher absehen. Über API kannst du den Wert leider auch nicht setzten. Wahrscheinlich geht es über CAN-Bus mit dem open3e-Projekt.
GitHub - open3e/open3e: connects E3 (Vitocal, Vitodens, VX3/Vitocharge etc) controller through CAN o...