Servus miteinander!
Die Optimierung unserer Anlage schreitet voran, im groben funktioniert bereits alles sehr gut. Auch bei deutlich Minusgraden (- 4° C ) hält die Heizung das Haus warm und bleibt dabei einigermaßen effizient.
Inzwischen achte ich aber auch auf Kleinigkeiten. So ist mir gestern aufgefallen, dass die auf Basis der Außentemperatur, der eingestellten Ziel-Raumtemperatur und der Heizkurve errechnete Solltemperatur für den Heizkreis nie so richtig erreicht wird. Der Ist-Wert hängt regelmäßig ein bis zwei, manchmal 3 °C hinterher - und zwar auch, wenn seit Stunden unveränderte Voraussetzungen herrschen.
Der Grund scheint zu sein, dass der Wärmeerzeuger zwar (im Vergleich zur gemessenen Pufferspeichertemperatur) mit einem Temperaturüberschuss in den Pufferspeicher arbeitet, dieses Delta aber nicht ausreicht, um das Speichervolumen auf auf die errechnete Heizkreis–Solltemperatur zu bringen.
Meine Frage an die Community lautet nun: Wie kann ich diese dauerhafte Abweichung aus der Welt schaffen?
Mir wäre wichtig zu verstehen, nach welcher Regel legt die Vitocal 250 A festlegt, mit welcher Temperatur der Heizungspufferspeicher befüllt wird. Gilt eine (einstellbare?) Hysterese zur gemessenen "oberen Pufferspeichertemperatur"? In dem Fall müsste das versetzen des Temperatursensores an eine höhere Position(höhere gemessene Puffertemperatur plus fester Hysterer-Wert -> höhere Lade-Temeperatur) helfen, oder?
Danke für eure Tipps!
Sascha
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Gelöst! Gehe zu Lösung.
Hallo,
ich möchte zu diesem Thema eine ergänzenden Kommentar erstellen.
Nach einigem hin und her mit meinem HB und wohl auch Kontakt zu Viessmann hat sich heute herausgestellt, dass der Anlegefühler am Vorlaufrohr nach dem Mischer nicht korrekt montiert war. Dieser lag nur teilweise am Rohr an (das Gehäuse stiess einseitig an einem Pressfitting an), so dass er permanent zu niedrige Temperaturen lieferte. 😂
Nach einer neuen Positionierung ist das Delta zwischen Soll- und Ist-Vorlauftemperatur spontan weg.
Also: viel misst, misst auch schon mal Mist.
Hallo Sascha
Hier siehst du schön, das dir diese 2-3K durch die Mischung von Vor und Rücklauf im Speicher verloren gehen.
Das kostet dich ca 7-10% mehr Strom als nötig.
Deswegen haben einige 250-A Besitzer den Puffer Anschluss auf "Stichanbindung" umbauen lassen, dann passiert das nicht.
Stichanbindung, Pendelpuffer oder wie auch immer das bei anderen Herstellern heißt, dort ist das der Standard.
Bei Viessmann ist ein Effizienz schädigenden Schema der Standard.
Nur Insider wissen, dass es bessere Schemen gibt.
Auch Flo_scheider hat seine Anlage mit Stichanbindung gebaut.
VG Michael
Dito, meine Anlage wurde mit Stich geplant, ich habe sogar den Fühler vom Puffer raus und direkt an den Vorlauf geklemmt, jedes Grad mehr was dort in den Puffer geht kostet der WP mehr Energie.
Die Analge Arbeitet mit einen Heizwasserpufferspeicher immer mit der fixen Temp wie der Vorlauf deines Heizkreis. Sprich wenn dein Heizkreis gerade 38 Grad bei 0 Grad möchte nimmt deine WP den Pufferspeichersensor als Referenzwert sodass sie sich auch auf 38 Grad einpendelt. Wenn allerdings dein Fühler zu tief sitzt denkt deine Anlage ich brauche mehr und ich gebe mehr. Mit einer Stichanbindung wird dein Heizkreis direkt versorgt UND gleichzeitig dein Pufferspeicher. Ohne word immer dein Puffer so geladen was deine Energie frisst. Du hast zwar ein großes Ausgleichsmedium mit wenig Tacktraten aber uneffizient. Mit einer Stichanbindung hättest du beides parallel bei max Komfort.
Lg
Hallo, Ja und Nein... Da muss man immer das gesamte System betrachten.
Bei den normalen Pufferspeichern sind diese Vermischungen und die damit verbundenen Verluste korrekt. Genau aus diesen Gründen habe ich mich nach langer Überlegung für einen Sailer WPS - Schichtspeicher entschieden. Andere Modelle wie der Link3, Copar oder der Oskar von Ratiotherm und ähnliche Schicht/Kombispeicher von anderen Herstellern waren in meiner Planung natürlich auch berücksichtigt.
Ich wollte Solarthermie, Heizen, WW und Frischwasserstation schon aus Platzgründen mit einem Speicher realisieren. Deshalb diese Auswahl.
Der WPS verfügt im inneren über Schichtladeeinrichtungen die nachweislich hervorragend funktionieren. Ich habe am Speicher 8 Temperatur Sensoren. 7 davon kann ich über Homeassistant auswerten und sehe die Verläufe in allen Situationen. Zusätzlich haben alle Vorläufe und Rückläufe (WP HT/NT + Frischwasserstation) die am WPS angeschlossen sind Temp. Sensoren. Somit sehe ich auch hier genau was geschieht.
Zur Zeit haben wir -8,3°C
HK-VL nach dem Mischer/Pumpe 39,5 | Pufferfühler 39,4 |
WP-VL 39,7°C | WP-RL 38,2°C
Dem Gerät funzt! Ich bin wirklich zufrieden.
Schaut mal auf der Webseite des SPF.. die haben einige Speicher auf Schichtungseffizienz geprüft.
https://www.spftesting.info/data/12.schichtung-mit-zeitfenster/
Ach ja... und Sailer baut übrigens auch auf Anfrage für Viessmann ... 😉
Zur Info... Ich habe vor 40 Jahren Heizungsbau gelernt und bin als solcher in der MSR Technik.
Gruß
Bei Solarthermie und Kombi mit Holz mag der Schichtenspeicher sein Berechtigung haben.
Mit der Stichanbindung und einem Einström-Rohr, so stark wie der Anschluss am Speicher( zur Beruhigung der Strömung) schichtet auch jeder günstige 0815 Puffer.
An was kann ich als Laie erkennen, ob mein Pufferspeicher eine Stichanbindung hat?
Einmal geht nur die dicke (mit 1* markierte) Leitung in den Heizungsteil des Puffer
oder wie hier mit getrennten Leitung.
WP schiebt 100% des Vorlaufs in den Puffer.
Dort wird es munter vermischt und geht an einer anderen Stelle zum Heizkreis.
Bei der Stichanbindung geht nur der Teil des Vorlauf Wasser in den Puffer der gerade nicht vom Heizkreis abgenommen wird, das passiert ohne Vermischung.
Ich danke (mit einiger Verspätung, weil ein Login lange Zeit nicht möglich war) allen, die zu den Thema etwas beitragen haben.
Leider ist eine Diskussion über den Sinn von Pufferspeichern entstanden. Und auch, wenn ich den Hinweis mit der Stichanbindung dankbar annehme und evtl. in Zukunft in Betracht ziehen werde: danach hatte ich nicht gefragt. 😉
Was ich wissen möchte ist: Wie legt die Vitocal 250 A fest, mit welcher Temperatur der Heizkreisvorlauf (respektive bei mir: der Heizungspufferspeicher) angefahren wird, um die errechnete Soll-Vorlauftemperatur zu erreichen?
a) Soll-Vorlauftemperatur plus X (wo kann ich X einstellen / einstellen lassen?)
b) Oberere Puffertemperatur plus X (wo kann ich X einstellen / einstellen lassen?)
c) eine ganz andere Methode?
Bevor ich eine Stichleitung herstellen lasse, würde ich zunächst schauen, wie viel ich mittels geänderter Parameter oder Fühlerpositionierung noch rausholen kann...
Danke für jeden Denkanstoß!
Sascha
... ich sag es mal pragmatisch:
Bei mir stelle ich die Neigung um 1 Stufe nach oben (oder unten) bei unveränderter Steigung, dann passt die tatsächlich erreichte Vorlauftemperatur zur eingestellten Wunschtemperatur.
@Nitram19 schrieb:... ich sag es mal pragmatisch:
Bei mir stelle ich die Neigung um 1 Stufe nach oben (oder unten) bei unveränderter Steigung, dann passt die tatsächlich erreichte Vorlauftemperatur zur eingestellten Wunschtemperatur.
Okay, das ist naheliegend, wenn die Temperatur für den Vorlauf nach Methode a) berechnet wird.
Wäre einen Versuch wert.
Hallo,
ich möchte zu diesem Thema eine ergänzenden Kommentar erstellen.
Nach einigem hin und her mit meinem HB und wohl auch Kontakt zu Viessmann hat sich heute herausgestellt, dass der Anlegefühler am Vorlaufrohr nach dem Mischer nicht korrekt montiert war. Dieser lag nur teilweise am Rohr an (das Gehäuse stiess einseitig an einem Pressfitting an), so dass er permanent zu niedrige Temperaturen lieferte. 😂
Nach einer neuen Positionierung ist das Delta zwischen Soll- und Ist-Vorlauftemperatur spontan weg.
Also: viel misst, misst auch schon mal Mist.
Dann berichte bitte mal, ob das Problem damit gelöst ist?!
@Nitram19 Ja, die Sache ist damit vom Tisch. Die errechnete Vorlauftemperatur wird jederzeit flott erreicht und die Puffertemperatur zuverlässig ca. 1K darüber eingepegelt - alles, wie es soll.
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