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Dimensionierung Wärmepumpe und Pufferspeicher

Für den Neubau eine kleineren Einfamilienhauses mit einem Holzhaushersteller hat dieser über seinen Heizungsbauer eine fest konfigurierte Lösung angeboten. Das Haus hat nach DIN 12831 eine Heizlast von 4,2kW (um Fensterflächen korrigiert und Warmwasser für 3 Personen berücksichtigt) und ist für 2-3 Personen konfiguriert. Zudem gibt es im Wohn- / Essbereich einen Kachelofen, der im Winter regelmäßig betrieben wird. 

Angeboten wurde uns
Vitocal 250-A AWO-M-E-AC 251.A08

Außen- und Inneneinheit für Heizung
Heizungswasserpufferspeicher 400 Liter
Warmwasserpufferspeicher 300 Liter

Ich kann diese Konfiguration nicht nachvollziehen. Nach VDI Empfehlungen sind pro kW Heizleistung 20 Liter Pufferspeicher vorgesehen. Das wären bei 8kW Maximalleistung (die mir auch zu hoch erscheint) 160 Liter. Zudem hat die Inneneinheit doch selbst bereits einen kleinen Pufferspeicher. Beim Warmwasser ist die Überdimensionierung mehr als offensichtlich. 
Gibt es für eine solche Konfiguration eine Empfehlung von Vissmann? Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese 400 Liter Warmwasserspeicher "vorgeben".

Danke für Hinweise zu Konfigurationsvorgaben von Vissmann zur genannten Wärmepumpe und externen Pufferspeichern. 

13 ANTWORTEN 13

Hallo TomBau

ich halte die Konfiguration für recht gelungen.

 

Die 18 l interner Pufferspeicher sind eher für Abtauvorgang gedacht.

Wenn du dir daß Datenblatt der 250er ansiehst wirst du feststellen, daß es im unteren Leistungsbereich quasi keine Unterschiede gibt, die 8 kW Version aber Luft nach oben hat und die Wahrscheinlichkeit dass der integrierte Durchlauferhitzer (Strom : thermische Energie, 1:1) zuschalten muss verringert wird und der Vorteil der WP genutzt wird.

Die VDI Empfehlung von 20 l ist meine ich eine Mindestempfehlung.

Solange die WP mit WW Bereitung beschäftigt ist liefert sie keinen Nachschub für den Heizbetrieb.

Der 300 l WW Speicher sorgt wahrscheinlich dafür dass nur 1 x tgl zur günstigsten Zeit WW bereitet werden muss und die WP dabei auf vernünftige Laufzeit kommt.

Der 400 l Heizwasserspeicher sorgt dafür dass die WP nicht ständig An/Aus schaltet da sichergestellt ist dass die Wärme auch abgenommen wird und dann daraus deine Räume versorgen kann. Das wäre sonst nicht der Fall da du, wie du schreibst, Wohn- und Essbereich ja mit Kachelofen regelmäßig bedienen willst. Damit wird sie die Wärme nicht los, schaltet nach kurzer Zeit ab.

Viele Takte (Starts pro Tag) sind der WP vorzeitige Tod da Startvorgang die Phase ist die den höchsten Verschleiß verursacht.

 

Gruß Karl 

 

 

250A-10, Speicher WW 200 + HZ 400, Heizkörper, SW 10/2025

Bei den Speichern bin ich fast dabei, ev. nur 300 Puffer und 200 Warmwasser, aber aufgrund Ofen im Rücken würde ich zu einer 6Kw WP greifen. 

Die 8er würde in der Übergangszeit  ggf. zu sehr takten. Die hat die Speicher Ratz Fatz hoch gefahren. 

 

DIe Überdimensionierung der HB hat System. Große WP = große Marge. 

 

Angenommen, der Ofen läuft bei Null Grad, wie hoch ist dann schätzungsweise der Energiebedarf zum Heizen, den die WP liefern muss ?  2 Kw würde ich mal in Blaue schießen....

 

 

 

 

 

Vitocal 200-S D09 - alles in DIY Montage, what else.

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Vitocal ist eine modulierende WP. In anderen Beiträgen wird immer wieder erwähnt, dass das Thema der Taktung daher kaum Relevanz hat. Die Fußbodenheizung mit ihrer Trägheit ist ja selbst schon ein recht großer Puffer der träge im Rücklauf reagiert. Ein spontanes Hin und Her des Absinkens der Rücklauftemperatur sollte daher sehr unwahrscheinlich sein. 

Vielen Dank. Ich will niemandem etwas unterstellen. Die Heizungsbauer stehen ja auch im Wettbewerb. Ich möchte die Dinge nur verstehen und nachvollziehen können.

@TomBau 

ist das eine FBH im Estrich, oder Trockenbau?

 

Wenn die im Estrich ist, sind die 400l ein "Fingerhut" gegenüber der Speicherkapazität des Estrich.

Dann kann man den Heizungspuffer, Heizkreispumpe und womöglich noch einen Mischer streichen.

Das verringert nur den COP der Anlage

 

Viessmann hat die 250-A bei FBH für einen Betrieb ohne weiteren Puffer konzipiert.

Das funktioniert gut, sofern du die Anlage dann mit der richtigen Heizkurve betreibst und nicht die Hälfte der Heizkreise abschaltest, oder gegen geschlossene Ventile fährst.

Auch wenn der Kachelofen an ist, kann man den Kreis offen lassen, da durch den Selbst Regel Effekt keine Wärme mehr an den Raum abgegeben wird.

 

 

A06 hat bei -15Grad ca 4,5 kW und würde gut passen.

Sekundär Anforderungen 250A.PNG

Ganz herzlichen Dank. Die FBH ist im Estrich verbaut und wird über Raumthermostate gesteuert. Im Raum mit dem Kachelofen ist nicht auszuschließen, dass dieser auch mal ganz zu macht. In den beheizten Kellerräumen dagegen werden die Raumthermostate immer eine gewisse Öffnung während der Heizperiode haben. 

Danke für den Hinweis und das Datenblatt. Das war sehr hilfreich.

Hallo TomBau,

eine überdimensionierte Wärmepumpe kann man mit einem großen Puffer zwar halbwegs in den Griff kriegen, ideal ist das aber nicht. Bei einer Heizlast von 4,2 kW würde aus meiner Sicht eher eine A04 oder vielleicht eine A06 passen – ohne zusätzlichen Heizpuffer.

Angstschweiß vor arktischer Kälte muss man mit einem zusätzlichen Kachelofen sowieso nicht haben.

Die 300 l Warmwasser wirken ebenfalls sehr groß; wir selbst kommen mit 190 l für drei Personen gut zurecht. Und kleinere Speicher haben den angenehmen Nebeneffekt, dass der Wasseraustausch höher bleibt und damit das Legionellenrisiko sinkt.

Insgesamt und so aus der Hüfte geschossen, bekommt man die Bude auch zum halben Preis warm 😉

252-A 13 kW | WW-Speicher 190 l | 40 % FBH / 60 % HK | SW2532 | kein Experte

Ganz herzlichen Dank. Insbesondere auch für den Hinweis mit den Legionellenrisiko. Das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Wenn man nicht regelmäßig den Warmwasserpuffer auf über 65 Grad aufheizen will, ist der höhere Durchsatz sogar zwingend. Danke! 

Hier eine Grafik, die zeigen soll, wie eine (unsere) modulierende Vitocal 252-A aussieht, wenn sie vollkommen überdimensioniert ist.
Wir haben das inzwischen mit ein paar Tricks und der Hysterese halbwegs eingefangen – aber es ist ständig Handarbeit angesagt.

23044.jpg

252-A 13 kW | WW-Speicher 190 l | 40 % FBH / 60 % HK | SW2532 | kein Experte

Wie hier schon geschrieben ist bei 251.A04, 06 und 08 die untere Modulation relativ identisch, da die 3 Geräte von der Hardware praktisch  identisch sind.

 

Wie man in dem Diagramm von Norbert sieht erfolgt der Start mit Vollgas, hier wird die 08 mit 8kW starten und dann erste zurück regeln.

Die 06 wird gleich gedrosselt mit 6 kW starten.

 

@TomBau 

 

Aufgrund Kachelofen, lass mal eine Heizlastberechnung mit einer deutlich wärmeren Tiefstemperatur durch laufen. 

Man kann ja davon ausgehen dass ihr den Ofen bei -10 Grad  24/7 an habt. 

 

Ggf. würde ich mich dann mit anderen Werten  den 4KW anschließen. 

 

Ich gehe davon aus dass dein o.a. Wert von 4,2 KW Heizlast ohne Ofen gerechnet ist ?! 

 

 

 

 

Vitocal 200-S D09 - alles in DIY Montage, what else.

Danke - ja , die 4,2 sind der worst-case ohne Kachelofen. 

Je nachdem, wie man den Kachelofen ansetzt, kommt man auf zwischen 3 und 3,5 KW Heizlast raus. 


Danke - das zeigt sich unter anderem in den Effizienzdaten. Da ist die 04 die beste und die 08 die schlechteste. Wenn 06 reicht, dass sollte man diese dann auch nehmen. Grüße