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Brenner startet erst bei Kesseltemperatur 30 Grad, Räume zu kalt

Ein herzliches Hallo in die Runde,

wir sind noch ganz neu im Forum und vor allem noch komplette Grünschnäbel, was Heizungskenntnisse angeht. 

Im Januar haben wir ein Haus gekauft von 1986, in dem eine Viessmann Viola Bifferal Ölheizung mit Tetramatik KRH Steuerung 7420 265-H verbaut ist. Die Anlage ist witterungsgeführt.
Wir haben zwei Heizkreise mit Mischer. Einer ganz normal für die Heizkörper und einer für den wasserführenden Kamin, der bei erreichen einer Soll-Temperatur die Heizkörper beheizt.
Da wir kaum Ahnung haben bis jetzt, wissen wir nicht, ob diese Informationen euch für eine Einschätzung schon ausreichen.
Bilder der Anlage und Steuerung habe ich angehängt. Hier kann man auch die Einstellungen der Potis erkennen.
Im ersten Winter Lief die Heizung völlig störungsfrei und es war wunderbar warm.

Seit im August die Ölentnahme wegen eines Risses getauscht werden musste, da die Heizung Luft gezogen hat, gibt es nur noch Probleme und unser Heizungstechniker ist auch nicht besonders hilfreich.

Die Vorbesitzer haben vieles an der Heizung selbst gemacht, da in der Branche tätig und wohl an den Einstellungen nie etwas verändert.
Nun kamen wir und hatten Heizungsbauer da, die natürlich geschaltet und gewaltet haben.
Zuletzt wurde das Poti für das Brauchwasser gedreht, was immer auf 60 Grad stand. Nach dem Drehen mochte die Anlage die 60 Grad nicht mehr und der Brenner hat sich nur noch verschluckt und immer wieder neu gezündet.

Ein Reduzieren der Brauchwassertemperatur auf 55 Grad hat das Verschlucken abgestellt.
Nun haben wir aber seit dem das Problem, dass die Heizung trotz sinkender Außentemperaturen viel zu selten anspringt.
Die Kesseltemperatur sinkt auf 30 Grad, dann springt der Brenner erst an.

Die Räume bleiben dauerhaft 2-3 Grad unter dem Soll und die Heizung wird quasi nur durch BWA gestartet, obwohl Heizbedarf besteht.

Heizkörper sind natürlich aufgedreht.
Mischer erkennt den Bedarf und macht voll auf, Pumpe läuft auch, aber schon nach kurzer Zeit sinkt die Kesseltemperatur und das Wasser, das in den Heizkörpern ankommt ist nicht mehr warm genug.

Ein verändern der Potis für Tag und Nacht Soll-Raumtemperatur hat nichts geändert. Auch Neustarts der Anlage und Reset brachten keine Besserung.

Unter dem Brenner ist auch noch so eine Temperatur-Anzeige, die bewegt sich gefühlt überhaupt nicht und steht dauerhaft auf etwas über der 50.

Auffällig ist, dass die Tetramatik andauernd Klickgeräusche von sich gibt, als wollte sie etwas schalten. Passieren tut aber nichts.
Früher hat sie das nur im Nachtmodus gemacht. Jetzt die ganz Zeit, egal ob Nacht- oder Tagmodus. Das Verhalten ändert sich generell auch nicht, egal ob man auf Tag- oder Nachtmodus stellt.
Im Anhang ein Video der Schaltgeräusche.

 

Wir wissen, dass die Anlage alt ist und ein Austausch ist beim Kauf bereits mit eingeplant gewesen, aber nicht so schnell und mit Hauruck. Wir wollen uns erst gründlich überlegen, was wir hier wollen.

 

Vielleicht habt ihr Ideen, was das Problem sein könnte und ob wir selbst etwas machen können.
Das müsste dann aber seehehr genau beschrieben werden 😄

Vielen, lieben Dank fürs Lesen bis hier her und Grüße aus der Lüneburger Heide
Annika und Kris

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16 ANTWORTEN 16

Hallo,

 

Ruf nen Fachbetrieb an, augenscheinlich ist da einiges in die Jahre gekommen. 

 

Gruß 

Nach einem Fachbetrieb suchen wir schon. Allerdings ist es nicht so einfach einen zu finden der sich mit der alten Technik wirklich auskennt und auch auf Fehlversuche gehen mag.

Da hier im Forum so reger Betrieb ist hatte ich gehofft, wenigstens ansatzweise Ideen zu bekommen, was, vermutlich an der Tetramatik, fehlerhaft sein könnte.

Zum Beispiel dieses andauernde klicken?

Normalerweise hört das auf, wenn die BWA Leuchte angeht und der Brenner anspringt. Bei erreichter KT fängt es wieder an.

im SP Betrieb klickt es aber weiter auch, wenn der Brenner läuft. 
Es kann nicht nicht alles an der  Steuerung hin sein denn sie regelt alles korrekt, außer den Heizkreis.

Der außenfühler ist okay, das konnten wir mittlerweile rausfinden.

Mittlerweile haben wir verschiedene Platinen ausgetauscht:

ARK 76

SWP 2

die digitale Schaltuhr 

Das hat keine Änderung gebracht.

Alle vorhandenen Fühler machen ihre Arbeit korrekt und haben gute Messwerte.

Der Fehler scheint irgendwo zwischen Brennersteuerung und Heizkreisregelung zu liegen.

Die Regelung macht alles andere korrekt.

Vielleicht fehlt an irgendeiner Verbindung Spannung oder so?

Wie man die Fühler messen kann haben wir herausgefunden. Aber andere Sachen messen, da wissen wir nicht, wie das funktioniert.

Passiert was, wenn du den Prüfbetrieb aktivierst ?

Ja, da funktioniert alles.

So heizen wir derzeit, damit die Räume warm genug werden.

Ich vermute Kontaktprobleme des Kesselfühlers. Korrodiert ?

Vielen Dank.

Kann man das, auch als Laie, prüfen, ob der Kesselsensor korrodiert ist?

Da die Heizung erkennt, dass Heizbedarf besteht, in dem sie den Mischer voll aufdreht und ihn anscheinend auch immer weiter hoch schalten will obwohl bei 10 Schluss ist, haben wir den Kesselsensor für uns links liegen lassen.

Sie erkennt die Außentemperatur und die dadurch geforderte Vorlauftemperatur, schaltet aber dann immer nur den Mischer hoch anstatt den Brenner zu starten.

 

 

Für das Brauchwasser springt der Brenner korrekt an. Ist dafür ein anderer Sensor zuständig? 

Nein,kein anderer Sensor. Aber ein anderer Temperaturbereich. Und damit auch ein anderer Widerstandswert.

 Es kann nicht schaden,beide Enden zu inspizieren. Häufig ist dann ein weisslicher Belag sichtbar. Bei Kupfer eher grün.

 

Ah okay.

An die eingestellte KS Obertemperatur hält sie sich aber und geht bei Erreichen aus.

Kannst du sagen, wie genau wir die „beiden Enden“ inspizieren können? 🙈 

Einfach den Kabeln nachgehen. Die Fühler sind beim Kessel auf bzw. in einer Tauchhülse. Meist gehen auch 2 Kapillarleitungen mit rein. Die solltest nicht knicken. Eine ist für den STB, die andere für den Kesselthermostat.

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das hier? 
Und da muss man dann was rausziehen?

Genau. Vorrangig die beiden Kabel. Wobei eines davon das Thermometer ist. Für das Problem erstmal nicht weiter von Belang.

 Die Fühler sind meist mit einer Kunststoffhülse gegen herausrutschen gesichert.

Und wie gesagt: Vorsicht bei den Kapillaren.

Puh okay. Mal sehen, ob wir uns trauen, da etwas rauszuziehen. Sieht so aus, als würde man das nie wieder hereinbekommen 🙈

Die Kapillare sind die dünnen Metallkabel wo am Ende so dünne Metallstecker in den Löchern stecken?

wenn es um die zweifarbigen kabel geht, dann müsste das graue zum Kesselsensor gehören, das führt nämlich hoch in die Tetramatik Richtung Temperaturanzeige

Ja,die Kapillaren sind die dünnen Metall/ Kupferleitungen. Die gammeln gerne fest.

Die ,,normalen ,,Fühler blähen sich mitunter auf. Wenn ihr Pech habt,hat die ein ,,findiger ,,Kopf mit Wärmeleitpaste bestrichen. Die wirkt dann wie Kleber.

Könnten wir auch erst den Widerstand des Kesseltemperatursensors messen anstatt direkt was rauszuziehen und nach Korrosionen zu schauen?

wenn ja, wie genau müssten wir das machen?

Einfach dem Kabel nachgehen. Das muss ja in der Regelung angeklemmt sein. Dort eine Seite lösen und mit einem Messgerät den Widerstand messen. Es liegt keine Spannung drauf.

Man kann hier auch beide Kabel lösen und mit Schmirgel und Kontaktspray arbeiten.

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