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Vitodens 300-W: Hohe Vorlauftemperaturen und fehlender Schutz der Fußbodenheizung

Guten Abend,

 

bei mir wurde vor ein paar Wochen eine neue Heizungsanlage Viessmann Vitodens 300-W installiert. Das Haus (EG, OG und DG) wird vollständig über Fußbodenheizung beheizt.

 

Offensichtlich gibt es Probleme mit den Heizkreisen im Dachgeschoss, was dazu führt, dass die Anlage häufig taktet. Insbesondere dann, wenn die Ventile im EG und OG schließen, weil die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist, sinkt der Volumenstrom stark ab, teilweise auf unter 100 l/h. In dieser Situation kommt es zu sehr vielen Brennerstarts (über 10 Starts pro Stunde!).

 

Zusätzlich ist mir aufgefallen, dass während dieser Taktung im Display sehr hohe Vorlauftemperaturen angezeigt werden, teilweise bis zu 75 °C im Heizkreis, obwohl in den Einstellungen eine maximale Vorlauftemperatur von 55 °C begrenzt ist. Ich hoffe, dass dieses heiße Wasser aufgrund des sehr geringen Durchflusses nur im Bereich des Wärmeerzeugers verbleibt. Trotzdem mache ich mir Sorgen hinsichtlich der Fußbodenheizung, da ich keinen separaten Schutz erkennen kann.

 

Die Fußbodenheizung ist direkt an der Anlage angeschlossen, ohne Mischer, und ich kann kein Fußbodenschutzthermostat (Sicherheitstemperaturbegrenzer) erkennen.

 

Daher meine Frage:

  • Ist der Betrieb einer direkt angeschlossenen Fußbodenheizung ohne zusätzlichen Fußbodenschutzthermostaten zulässig bzw. fachgerecht?

  • Sollte hier nicht zwingend ein Sicherheitstemperaturbegrenzer installiert sein, um die Fußbodenheizung vor zu hohen Vorlauftemperaturen zu schützen?

Ich wäre für eine fachliche Einschätzung oder einen Rat sehr dankbar.

 

Viele Grüße!

3 ANTWORTEN 3

Ich hätte das nie so eingebaut. Die Therme möchte einen ziemlich hohen Volumenstrom,welchen die FBH aber gar nicht bringt.

Und wenn ihr Pech habt,reicht die interne Pumpe nicht aus,das Wasser bis ins Dachgeschoss durch die FBH zu bringen . Kannst du sagen,wie lang die einzelnen Kreise sind ?

Hm, schwer zu sagen, wie lang die Heizkreise genau sind. Die Heizung steht im Keller. Im Dachgeschoss gibt es zwei Zimmer mit je etwa 15–20 m², die jeweils einen Heizkreis haben, sowie ein Bad.

 

Die neue Heizung ersetzt eine über 20 Jahre alte Buderus Anlage, die damals mit einem Mischer betrieben wurde und eigentlich auch für das DG ausreichend war. Ich vermute, dass es ein Problem mit den Leitungen im DG gibt, möglicherweise verstopft oder verschmutzt nach dem Tausch. Wenn ich alle Ventile im EG und OG schließe, erreicht das Heizwasser zwar den Verteiler im DG, fließt aber nicht richtig in die einzelnen Zimmer. Dadurch liegt der Volumenstrom nur bei 50–60 l/h, und die Anlage taktet stark. Öffne ich hingegen alle Ventile im EG und OG, funktioniert die Heizung dort normal, während das DG natürlich kalt bleibt.

 

Es scheint daher notwendig, die Leitungen im DG zu prüfen und gegebenenfalls zu spülen.

 

Unabhängig davon ist mir bei der Taktung aufgefallen, dass die Vorlauftemperatur sehr stark ansteigt. Ich mache mir Sorgen, dass dies die Fußbodenheizung gefährden könnte, da ein Schutz über einen Sicherheitstemperaturbegrenzer fehlt. Ich würde gerne besser verstehen, ob das Fehlen dieses Schutzes ein ernsthaftes Problem darstellt.

Das Problem besteht in erster Linie darin,dass die interne Pumpe vermutlich zu schwach ist. 

Deswegen wird die FBH im DG nicht durchflossen 

Die vorherige Heizung hatte eine externe Pumpe. Ihre Leistung wird gerade so gereicht haben 

Bei einer neuen Therme mit interner Pumpe geht schon ein bissel Leistung im eigenen Wärmetauscher flöten . Sie bringt dann also im günstigsten Fall etwas 400 mbar. Abzüglich der Zubringerleitung kommen davon schätzungsweise noch 350 mbar an .Eher weniger. Und wenn man jetzt noch weiss,dass ein Meter Rohr ca 5 mbar Druckverlust mitbringt( Rohrreibungsverluste),wird schnell klar,dass ein Kreis im DG keinesfalls um die 60 m nicht überschreiten sollte .

 

Sicherlich wäre auch eine thermische Sicherung empfehlenswert,weil kein Mischer installiert ist. im Normalfall würde dieser Thermostat die Pumpe abschalten. Was in diesem Fall aber bedeutet,dass ganze Therme ausfällt  Denn ohne Umlauf kein Heizbetrieb . Das Gerät würde also ständig An- und ausgehen 

Keine gute Idee.

Ein kleiner Puffer,geschaltet als hydraulische Weiche, wäre eine bessere Wahl gewesen.

 

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