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Vitodens 200-W B2HF Meine Erfahrungen

Meine Zusammenfassung der Vor- und Nachteile, sowie der Erfahrungen mit der Viessmann Vitodens 200-W B2HF ohne Außentemperatursensor für eine Etagenwohnung mit geringen Heizbedarf für Küche, Schlaf- und Kinderzimmer (18°C). Bei der 300-W dürfte es ähnlich sein.

 

  • In den Dokumenten gib es keine Informationen welche Peripherie Geräte bei welcher Anlagenkonfiguration angeschlossen werden können.
    Wie und welche Funktion in der Therme mit der Komponente gesteuert werden, oder welche Einschränkungen / Auswirkungen diese bei fehlender Komponente (z.B. Außentemperatursensor) im Verbund hat (z.B. Frostschutzfunktion).
  • Die Therme hat standardmäßig WLAN, aber nicht jede anschließbare Komponente für die verwendete Konfiguration haben WLAN (z.B. Vitotrol 100 UTDB).
  • Vorlauftemperatur
    Nur wenn der Sollwert der Vorlauftemperatur um 5°C erhöht wird, dann ist dies im Raum spürbar, denn die Temperatur vom Vorlauf ist die meiste Zeit wegen dem kleinen Heizkreiswasservolumen nah am oberen Abschaltwert des Reglers.
  • Außentemperatursensor
    Den Außentemperatursensor gibt es nur noch Leitungsgebunden. Für mich logisch, denn der Abstand zum Router kann in einem Haus sehr groß sein, aber in einer Etagenwohnung sollte das funktionieren (siehe käufliche Wetterstationen mit Funk).
    In einem Wohnhaus mit mehreren Wohnungen darf man keine Löcher in die Außenwand bohren und an der Außenwand was befestigen.
    In der ViCare ist der Standort eingetragen und es wird eine Außentemperatur angezeigt, aber die Therme verwendet diesen Wert nicht wegen möglicherweise große Abweichungen zum Standort.
    Eine Regelung der Vorlauftemperatur von einem Grad genau zur Außentemperatur mit dem Außentemperatursensor ist für mich fragwürdig.
  • Festklemmen der Pumpe und Ventile
    Um ein Festklemmen der Pumpe und Ventile zu verhindern werden diese, laut Handbuch, im Zustand „Standby“ alle 24h nur kurz geschaltet.
    Ohne Außentemperatursensor und einem Raumtemperatursensor ohne WLAN erkennt die Therme nicht ob im Zustand „Standby“ Frostschutz notwendig ist und führt die Frostschutzüberwachung permanent durch - Siehe „Frostschutz“
  • Frostschutz
    Die Frostschutzüberwachung ist auf den Außentemperatursensor ausgerichtet, ohne diesen gibt es eine Ersatzstrategie für den Zustand „Standby“, d.h. im Zustand „Standby“ wird jede Stunde für 10 Minuten die Pumpe eingeschaltet. Ist so im Handbuch nicht beschrieben.
    Die Vitotrol 100 UTDB hat eine Frostschutz-Funktion. Wenn die Raumtemperatur den fest vorgegebenen Wert (5°C) unterschreitet wird die Heizung eingeschaltet.
    Aber die Therme kann nicht erkennen, ob dieser aktiv ist und der Raumthermostat noch funktioniert (kein WLAN), kommt die Ersatzstrategie zum Einsatz, oder wird ignoriert weil SW auf Außentemperatursenso ausgerichtet ist.
    Es gibt keine Parameter an denen die Wintermonate und ein Frostgrenzwert für die Wassertemperatur vom Heizkreis eingestellt werden kann, um dieses Verhalten ohne Außentemperatursensor zu verbessern.
    Auch eine intelligente Überwachungsstrategie wurde nicht implementiert.
  • ViCare
    Bei meiner Konfiguration sind nur wenige Probleme aufgetreten.
    a) Wenn die App auf dem Smartphone aktiv ist werden nach einiger Zeit die Werte von der Therme nicht mehr aktualisiert.
    b) Ein Hängenbleiber des Heizmoduswertes zusammen mit der Vitotrol 100 UTDB
    c) Hin und wieder ein Verbindungsfehler mit der Therme
  • Vitrotrol 300-E
    Ein Raumtemperatursensor mit WLAN, aber funktioniert nur zusammen mit Außentemperatursensor. Damit wird mittels Mischer Regelung die Vorlauftemperatur so angepasst, dass die Raumtemperatur den gewünschten Wert hält. Ohne Mischer wird vermutlich der Brenner ein- und ausgeschaltet.
    Eine SW (Senor + Therme), die auch ohne Außentemperatursensor funktioniert liefert Viessmann nicht.
  • Vitotrol 100 UTDB
    Diese muss verwendet werden, wenn kein Außentemperatursensor eingesetzt wird.
    Ein in die Jahre gekommener Raumtemperatursensor ohne WLAN.
    Nichts mit Bedienung vom Smartphone und zu kleine Schrift für Senioren.
    Eine Leitung muss verlegt werden von der Therme zum Sensor. Einstellungen sind nur in 0,5 Grad Schritte möglich, aber die Messung erfolgt in 0,1 Grad Schritten.
  • Vitotrol 100 UTDB RF - Raumtemperatursensor mit Funkmodul
    Der Empfänger muss in der Nähe der Therme montiert werden und benötigt zusätzlich eine Spannungsversorgung. Über Kabel wird dieser mit der Therme dann verbunden.
    Ein kleiner Schritt der Verbesserung wäre den Empfänger als Steckmodul in die Therme einzustecken, vorausgesetzt der Funkempfang ist dennoch gewährleistet.
  • Die minimale Leistung von 2,5KW (oder auch 1,9KW bei der 300-W)
    Wenn die Heizung als Etagenheizung ohne Speicher eingesetzt wird ist die Leistung in der Jahresübergangszeit zu hoch.
    Wenn nur das Wohnzimmer eine komfortable Temperatur haben soll und die anderen Räume nur 18°C, dann ist die Zirkulation des Heizwassers größtenteils auf das Wohnzimmer beschränkt und 2,5KW zu viel. Infolgedessen stellt sich eine hohe Taktung des Brenners ein bis die Raumtemperatur erreicht ist, wobei die Startmodulation des Brenners dies noch verstärkt.
    Ein Heizungskonzept aus verschiedenen Heizungsarten wäre hier besser.
  • Startmodulation des Brenners
    Damit beim Brennerstart die Flamme sicher zündet muss die Modulation hoch sein.
    Gemessen: Die Modulation startet mit 100% für etwa 20s. Unter Umständen ist dann schon die Vorlauftemperatur über der Abschaltschwelle vom Sollwert.
  • SW in der Therme
    SW Updates bzgl, aufgedeckte Schwächen in der Regelung sind von Viessmann nicht zu erwarten.
  • Heizungsbauer
    Der Heizungsbauer kann bei der wachsenden SW und Parametrierbarkeit nicht mehr helfen.
    Ein SW-Konfigurationstool für den Heizungsbauer oder Anwender wäre hilfreich.
  • Einige Standardeinstellung bei den Parametern müssen angepasst werden, was der Heizungsbauer, nicht unbedingt weiß.
    • 1098,4: Gasparameter vom Lieferanten. Steht auf der Rechnung
    • 1098.5: Gasparameter vom Lieferanten. Steht auf der Rechnung
    • 1240.0: Wert 7, wenn die Pumpe mit dem Brenner ein- und ausgeschaltet werden soll. Allerdings kühlen dann die anderen Räume (Bad, Schlafzimmer, …) schneller ab, insbesondere wenn im Wohnzimmer zusätzliche Wärmequellen vorhanden sind.
      Somit müssen in den anderen Räumen die Ventile weiter geöffnet werden.
    • 1606,0, 1606.4: Wert für den Integrationsregler um das Takten zu reduzieren. Hilft aber nur wenn die physikalischen Parameter (wie Wasserzirkulationsvolumen) dies unterstützen.
    • 424.3, 424,4: Für mehr Power am Morgen um die Räume schneller zu erwärmen
    • 1192.0: Muss im Betriebsmodus „Reduziert“ (Nachtabsenkung) kleiner sein als der eingestellte Raumtemperatursollwert (minus Hysterese). Ansonsten wird die Raumregelung ausgehebelt.

Mein Fazit:

  • Eine (Jede) Gasbrennwertetherme mit mehr als 0,5KW Minimalleistung ist für den Betrieb in den Jahresübergangszeiten für eine Etagenwohnung überdimensioniert.
  • Eine Therme mit WLAN, aber Komponenten ohne WALN Anbindung verwenden zu müssen ist nicht akzeptabel.
  • Die Systemfunktionen in Abhängigkeit der vorhandenen Informationen von den eingebundenen Komponenten hat Verbesserungspotential.
  • Einige System-Funktionen könnten intelligenter umgesetzt werden.
  • Schön das man selber über Parameter noch für seine Anwendung optimieren kann und darf.

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1 ANTWORT 1

Hallo @Bernd963 

 

Vitodens 100-W bzw. 050-W ist für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern gedacht, kann aber mit dem ViCare Funk-Klimasensor ohne ATS auf die gewünschte Raumtemperatur geregelt und auch auf diese Temperatur moduliert werden. Es wird auch von der ViCare-App unterstützt, ist aber leider nicht für ältere Benutzer geeignet, die nicht mit der Verwaltung des Systems in der App vertraut sind.

 

 

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VG

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