Zur Simulation einer möglichen Wärmepumpenversorgung habe ich diesen Winter die Vorlauftemperatur/Heizkurve auf einen Wert von 50° bei 0° Außentemperatur eingestellt, und das klappt ganz gut, wenn alle Heizkörper im Haus an sind. Der Volumen Strom liegt bei 0 Grad Außentemperatur dann bei etwa 500 l/h. Das deckt sich auch mit den individuellen Berechnungen zur Heizleistung pro Raum / Gesamtgasverbrauch beziehungsweise den verbauten Heizkörpern. Die Mehrzahl sind Typ 2 Heizkörper.
Ich würde nun gerne wissen, wie die Wärmeabgabe der Heizkörper bei einen höheren Volumen Strom mit geringerer Vorlauftemperatur ist. Zum Beispiel bei 1000 l/h und der gegebenenfalls entstehenden Geräuschentwicklung des Durchflusses.
Das scheint mit der VitoCare App nicht zu gehen. Der Volumenstrom ändert sich bei Veränderungen an der Heizkurve nicht wirklich. Was kann man tun?
Vielen Dank für einen hilfreichen Tipp dazu
PS: Den hydraulischen Abgleich würde ich bei einem höheren Volumen Strom natürlich neu machen. Ich bin zwar nicht wirklich überzeugt, dass wir deutlich unter 50° Vorlauf heizen können aber das Potenzial der Heizkörper (einer ist schon mit sehr gutem Erfolg mit gesteuerten PC Lüftern ausgestattet - Erfolg = dieser Raum wird richtig gut warm) würde ich gerne kennen.
Also wir hatten früher Öl und da habe ich das auch simuliert. Da brauchte ich mindestens 55 Grad.
Aber mit schweren Guss Rippen Heizkörpern. Die flogen alle zum Schrotti.
Jetzt fahre ich mit 37,5 Vorlauf bei Minus 8 Grad außen.
Wichtig ist eine gute Dämmung und bei HZK ein Pufferspeicher dazwischen, hab ich von allen VM Technikern die hier vor Ort waren bestätigt bekommen, sonst gibt das auch oft Probleme mit dem Volumenstrom!
Wenn das jetzt schon gut klappt bei Dir kannst Du zumindest die HZK drin lassen.
Ich bin restlos zufrieden mit der Umstellung.
Den hydraulischen Abgleich habe ich in zwei Winter zusammen mit der Heizkurve noch nachjustiert.
Heizkurveneinstellungen sind mit ViCare möglich.
Volumenstromeinstellungen gehen nur auf der Serviceebene, also direkt auf dem Display des Vitodens.
Die Vorgehensweise ist ab S. 59 der Serviceanleitung 9/2019 beschrieben.
Zunächst wäre zu klären, in welchem Modus der B3HF in bezug auf die Volumenstromregelung arbeitet:
- außentemperaturgeführt
- sollwertgeführt
- mit Druckregelung
Hallo,
Stell die Förderhöhe soweit hoch bis es zu Rauschen anfängt.
oder du simulierst das Ganze mit IMI Easyplan.
>>dass wir deutlich unter 50° Vorlauf heizen können
Wenn du bei 0 Grad nicht in Richtung 40 Grad kommst, musst du vorher HK tauschen oder dämmen.
Und vor allem solltet ihr euch auf die Begrifflichkeiten einigen. Die Neigung entspricht immer der Heizkurve/ Kennlinie. Von ihr hängt in erster Linie die Vorlauftemperatur ab.
Das Niveau kannst bei diesen Tests vollkommen unberührt bei Null belassen. Da das Niveau im Grunde nur eine Fusspunktanhebung bewirkt.
Hast du also ein Niveau von 14 oder höher eingestellt,wird aus der ehemaligen Heizkurve eine Gerade.Soll heißen,sie würde bei -5*C ebenso hoch heizen wie bei 5*C.
@OptimusOne Vielen Dank. "Dein" und "Mein" Weg zur WP sehen sehr ähnlich aus. Pufferspeicher wird sicherlich notwendig sein. Im Moment kann ich die Heizung nicht komplett "tracken". Die Vitocare App Möglichkeiten sind "trotz 3,99 € / Monat" begrenzt - bekomme eigentlich nur (Monatsbericht) den Gasverbrauch im Verlauf und die Min/Max Außentemperaturen.
Werde Anfang 2026 HomeAssistant installieren und hoffe, da etwas mehr Daten zu bekommen.
Es gibt keine Eile, Gasheizung ist von 2020 und wir haben einen "mächtigen" Holzgrundofen, den ich jetzt wieder für mollige Wärme anwerfe. bis Weihnachten hatte ich den für die "genaue" Gasverbrauchsanalyse nicht benutzt. Einen guten Rutsch wünsche ich.
@MacVito Danke, das habe ich mir so ähnlich gedacht - mal sehen wie ich das hinbekomme.
Habe mich auch gefragt, wie die Heizung unsere HKs versorgt, denke aussentemperaturgeführt über die Heizkurve. Ich glaube auch nicht, dass ein höherer Volumenstrom durch die Heizkörper irgendeinen Sinn macht (WP sollte wohl einen Pufferspeicher bekommen). Alles Gute für 2026.
>>irgendeinen Sinn macht
da bist du aber am Holzweg!
schau dir an, was ein Heizkörper mit 20K für eine Leistung an den Raum abgibt und einer mit mit 5K
https://shk-info.de/heizkoerperrechner/
@qwert089
Danke, Easyplan habe ich / kann ich nicht. ? Ob "ein Fachmann" unser Rohrsystem da gut einpflegen kann ?
Mein Zielwert bei 0° sind z.Zt. 45° mit einer Optimierung der Wärmeabgabe der Heizkörper mit Lüftern an Typ 2 bzw. 3. Und das möchte ich schon für den aktuellen Betrieb mit der Gasheizung machen.
Den hydraulischen Abgleich mache ich über eine bei allen HKs gleiche Rücklauftemperatur.
Bin mir aber nicht wirklich klar, welche Spreizung bei der Gasheizung "optimal" ist.
Bei 55° (bei 0° Aussentemperatur) hatte ich den Rücklauf auf etwa 40° eingestellt.
Aktuell bin ich bei einer flachen Heizkurve mit 50° Vorlauf ... den hydraulischen Abgleich habe ich noch nicht gemacht ... würde gefühlt wieder auf 40° Rücklauf gehen. "Dämmungsmassnahmen" habe ich grundsätzlich gut im Griff. Alles Gute für 2026.
@Franky Danke, so habe ich es auch verstanden. Die weiteren Tipps (s.o.) haben mir soweit gut geholfen.
Einen guten Start 2026 wünsche ich.
Zur Spreizung: anstreben solltest einen Unterschied zwischen 4-6K. Ist er zu hoch, läuft die Pumpe zu langsam. Zu niedrig, läuft sie zu schnell.
@Franky Ups ... 4-6 K ist aber sehr niedrig ... (i.e. für meine Gastherme) ... damit werden meine HK natürlich deutlich wärmer ... der Tipp kann Einiges für eine bssere Heizleistung bei geringerem Vorlauf ändern ... vielen Dank.
So niedrig ist das nicht. wenn der Vorlauf mit 50°C reingeht, käme er mit 45(im Mittel) wieder zurück.
Und der Brenner braucht nur wenig Leistung, um den Vorlauf wieder auf 50 zu bringen.
@qwert089 Danke für diese Info ... war mir so nicht klar, da ja Durchflußmenge und Spreizung gegeneinander arbeiten. Das SHK Tool ist sehr hilfreich.
Stelle heute alle HK bei 50° VL / 44° RL ein und sehe dann wie sich die Durchflussmengen
ggü. aktuell 50° VL /39° RL ändern.