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Seit Einbau Hydraulischer Weichen Heizungsvorlauftemperatur nur noch 35 °C

Hallo

 

wir haben eine Viessmann Vitodens 200 als Heizzentrale für 4 Reihenhäuser.

2 Häuser haben FBH und 2 Häuser Heizkörper. Der Sanitär hatte die Idee in alle Reihenhäuse

je eine hydraulische Weiche einzubauen um die Heizkreise zu entkoppeln. Er hat die Bypässe zwischen Vor-und Rücklauf entfernt und überall Adaptive Pumpen eingebaut.

 

Seitdem haben wir nur noch 35 °C Vorlauftemperatur.

 

Hier mal eine Skizze wie es bei uns aufgebaut ist. 

 

 

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Hat irgendjemand eine Idee was das Problem sein kann?

Bin für jede Hilfe dankbar.

 

 

 

207 ANTWORTEN 207

(31% * 35kW) / (64 - 21,5)K / 1,16Wh/K/l = 220 l/h

 

Die Physik passt also recht gut mit dem allmess überein 😉 (wenn wir davon ausgehen, dass bei 200l/h der Unterschied zw. WW und Weiche nicht mehr in's Gewicht fällt...) 

halte ich für eher unwahrscheinlich. Die Verkalkung müsste schon richtig heftig sein. Und dieser simple Dreisatz geht ja davon aus, dass 100% der Brennerleistung auch in's Wasser gehen, und das passt ja offensichtlich alles ziemlich gut. Und die Abgastemperatur liegt etwa in der Mitte zwischen VL und RL, das heisst die Wärmetauscherei müsste eigentlich ganz gut funktionieren...

 

Ich kann aber nich wirklich sagen, wie sich da ein verkalkter Wärmetauscger auswirkt...

Schätze ich ähnlich ein  .

Wisst ihr welche Pumpe da eingebaut werden kann? Das kann ja nicht so schwer sein? Einfach die Absperrhähne an der Therme (Messing) zudrehen, Wasser aus der Therme Ablassen, 4 Schrauben am Pumpenkopf aufdrehen, Pumpekopf abnehmen, neue Pumpenkopf aufsetzen und festschrauben, Therme wieder befüllen und dabei über entlüftungsventil oben an dem Wärmetauscher entlüften.

Ich finde aber die passende Pumpe nicht über die Bezeichnung. Die muss es doch auch einzeln geben ohne 3-Wege-Ventil hinten dran.

 

IMG_4202.jpeg

Bestellnummer für die Pumpe wäre 7843938. Ist ein Pumpenmotor G HE KM.

ich frage mich immer noch, ob der Einbau der Weichen und damit verbunden der zusätzlichen Pumpe sinnvoll war oder doch nur "Material- und Energieverschwendung" und 'Einkauf' diverser Nachteile?!

 

Die benannte Problematik des "Rückbeströmens" durch den Nachbarn hätte ja wirklich schon der Einbau von Rückschlagklappen abgestellt.

 

Eine echte technisch begründbare Systemtrennung wird mit dem Weichen nicht erreicht.

 

Die Häuser werden lediglich hydaulisch entkoppelt, sind dadurch alle 'gleichberechtigt', und keiner kann dem andren was 'wegnehmen'. Aber ist das notwendig oder sinnvoll? Bringt das irgendeinen Vorteil?
Es verhindert sogar, dass im Falle maximaler Kesselleistung die Häuser mit Radiatoren ggf. etwas mehr abbekommen, was die FBH Häuser nicht brauchen. Mit Weichen bekommt jeder maximal 1/4 (und das auch nur, wenn die hydraulischen Verhältnisse zwischen Verteiler und kleinen Weichen alle 100% identisch sind)  

 

Ohne die 4 kleinen Weichen würde bei hoher Abnahme (Q_summe > Q_Vito) der VL Abgang der 1. Weiche kühler werden. Dann regelt (bei richtiger Platzierung des Weichenfühlers) die Vito die Kesseltemperatur hoch und alles ist wieder schön. Ansonsten bleibt die Kesseltemperatur auf der Solltemperatur gemäß Heizkennlinie.

 

Der einzige Vorteil, der mir einfällt, ist wenn nur gaaanz wenig Volumenstrom abgerufen wird. Dann fliesst das Wasser so langsam, dass es bis in die Häuser vielleicht schon merklich abgekühlt ist. Das ist mit der 'Zwischenkreislösung' (zumindest bis zum Verteiler) besser.

 

Nachteile hingegen haben wir diverse:

  • zusätzliches Material (Weichen, Pumpe)
  • zusätzlicher Pumpenstrom der Zwischenkreispumpe, und zwar immer, 24/7
  • die Problematik, dass in den Häusern immer Q < 1/4 Q_Vito gegeben sein muss, damit die von der Heizkennlinie vorgegebene Vorlauftemperatur auch wirklich zur Verfügung steht (es sei denn, der Zwischenkreisstrom wird höher eingestellt und die Kesseltemperatur liegt damit immer über der Heizkennlinien-Solltemperatur)
  • die Problematik, dass der Volumenstrom im Zwischenkreis immer konstant und genau auf dem Level für maximale Leistungsabnahme sein muss. Es gibt ja keinerlei Regelung, die merken würde, ob mehr oder weniger notwendig ist.
  • die Weichenregelung der Vito ist damit faktisch 'ausgeschaltet'.
  • die 'Abstrahlungsverluste' der kleinen Weichen 
  • die Verluste des Zwischenkreises, auch wenn garkeine Wärme benötigt wird
  • ein hydraulischer Abgleich zwischen Verteiler und kleinen Weichen ist notwendig

 

In meinen Augen überwiegen die Nachteile deutlich. Hab ich was übersehen? Oder wäre die Betreibergemeinschaft besser damit beraten auf Rückbau (und Einbau von Rückschlagklappen) zu drängen und ggf. auf Erstattung der durch den Einbau entstandenen Kosten? (ich erinnnere auch noch mal an Franky's allerersten Post...)

 

Oder die Wärmetauschervariante? (die aber viele Nachteile der Weichenvariante auch mit sich bringt) 

nur interessehalber..

 

@pm-um 

Ihr habt in den Häusern die WMZ.

Das rechnet ihr dann 1:1 ab?

Wenn alle Häuser FBH hätte, hätte die Anlage weniger Abgasverlust.

Müssen die Häuser mit Heizkörpern dann einen höheren Anteil zahlen, als der WMZ ausgibt?

 

@pm-um  Pumpentausch: das hast du richtig beschrieben. Ist keine Hexenwerk. Ggf. noch neue Dichtung? Oder ist die eh auf dem Motor drauf?

Das Entlüften von dem Wärmetauscher nachher kann etwas tricky sein, das ist ja so eine Spirale, wo du die Luft aus jeder 'Umdrehung' raus bekommem musst. Ich hab ganz gute Erfahrungen gemacht mit 'Schaukeln' - Entlüfterhahn weit auf, wieder zu, wieder weit auf, wieder zu, .... Den Auto-Entlüfter oben drauf auch öffnen. Und irgendwann dabei auch die Pumpe anmachen? Aber da hat @Franky  auch wieder mehr Erfahrung... 

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